13-09-2018


Erstes Maristisches Laientreffen in den USA

Erstes Maristisches Laientreffen in den USA

Es war ein besonderes Privileg, beim ersten maristischen Laientreffen in den USA vom 18.- 20. Juli dabei zu sein. Das Treffen fand im Exerzitienzentrum der Redemptoristen in Long Branch New Jersey statt, an dem 75 Laienmaristen und einige Brüder teilnahmen, darunter auch der Provinzial Frater Pat McNamara. Er war eine wirklich freudige Erfahrung mit einem großen Zusammengehörigkeits-gefühl und einer starken spirituellen Erfahrung.

Das Treffen wurde moderiert von Pep Buetas, dem Co-Direktor der Laien in Rom, und Patti Rios von Mexiko, der der Champagnat-Bewegung angehört.

Der Verlauf der Konferenz zeigte klar auf, dass jede maristische Gruppe drei Elemente für Leben, Reflektion, Gemeinschaftserfahrung und Aktionsplan haben muss.

Die erste Übung erlaubte den Teilnehmern, sich an drei Gruppen zu beteiligen und Erfahrungen zu identifizieren, welche oben angeführte Elemente bezüglich maristischen Charisma am meisten attraktiv waren.

Danach folgten von Pep und Patti zwei Präsentationen. Pep sprach über die gedankliche Entwicklung der Laienmaristen bei den verschiedenen Generalkapiteln und in maristischen Dokumenten, besonders in „Wasser aus dem Felsen“ und Versammelt um den gleichen Tisch“. Es ist klar, dass das erste Stadium darin bestand, das Charisma zu sehen und zu entdecken. Darauf folgte gewöhnlich eine Begegnung mit einem Bildungsprogramm und verschiedene Stufen des Engagements, je nach persönlicher Erfahrung.

Patti zeigte in ihrer Präsentation die Entwicklung der Champagnat-Bewegung von ihrem Beginn durch Frater Charles Howard im Jahr 1980 auf.  Es ist interessant, dass in der Englisch sprechenden Welt diese Bewegung nie Attraktion gewann. Seit 2012 wurde da Programm überarbeitet, um es Laien freundlicher zu machen.

Andere Bereiche der Konferenz enthielten ein Brainstorming über das, wie eine Laienvereinigung aussehen könnte und eine Reihe von Vorschlägen, wie eine Grundlage einer solchen Bewegung aussehen könnte.

Es war klar, dass eine Organisationsteam entstehen müsste, die verschiedenen Vorschläge anzuschauen und einen Aktionsplan zu erstellen. Kommunikation und Ausbildung sind sicherlich zwei Schlüsselworte, die für die Entwicklung einer Laienorganisation entscheidend sein würden. Eine andere interessante aber sehr realistische Schlussfolgerung war, dass eine Finanzquelle für die Laienbewegung gefunden werden muss.

Ich schätzte die Gelegenheit sehr, bei einem solchen historischen Moment dabei zu sein, als es darum ging, einen maristische Laiengruppe in den USA zu schaffen und danke allen Teilnehmern für die gute Aufnahme, die ich erlebte.

Frater P.J.McGowan


Einkehrtage in Genval

Einkehrtage in Genval

Genval wollte ein wenig Erinnerungen an Rio Negro in Kolumbien wachrufen. Ja wirklich, der Einkehrtag, für den Brüder aus der Kommunität und andere Brüder aus Belgien eingeladen wurden, hatte als Thema das letzte Generalkapitel. Einige Laien haben sich uns angeschlossen, um so den zweiten Tag in Verbindung mit den Brüdern zu leben.

Vom 23. – 25. August haben wir drei Aufforderungen des Kapitels näher betrachtet:

„Jesus, wandle uns und sende uns:

–             Als charismatische weltweite Familie, Leuchtturm der Hoffnung in dieser turbulenten Welt.

–             Gesicht und Hand deiner liebenden Barmherzigkeit zu sein.

–             Inspiriere unsere Kreativität, damit wir Brückenbauer sind.

Während dieser drei Tage versuchten wir, uns von diesen Anrufen treffen zu lassen. Dies verhindert die Falle, in der wir leicht geraten können, wenn wir die Dokumente in einen Ordner einheften oder sie in eine Schublade legen und sie vergessen. Sie wurden uns gegeben und ans Herz gelegt, um uns zu ermutigen, unseren Schritt auf neuen Wege zu lenken, die manchmal in unserem konkreten Alltag nicht gegangen wurden.

Diese Tage erlaubten uns auch, uns für das heutige maristische Leben zu interessieren, nicht nur hier in Genval oder in Belgien, sondern überall auf den fünf Kontinenten. Dies ist eine der Früchte eines Generalkapitels, uns mit der weltweiten Maristenwelt zu verbinden. Es ist wahrscheinlich die erste Brücke, die wir bauen können. Dies erlaubt uns auch, ein konkretes Verständnis für die Zugehörigkeit zu einer weltweiten Familie zu haben.

9-09-2018


Ein maristisches Netzwerk in Europa

Ein maristisches Netzwerk in Europa

Etwa zwanzig Brüder und Laien haben sich vom 08. – 12. August im Maristenzentrum Escorial in Spanien getroffen, um zum dritten Mal über das „Netzwerk der maristischen Kommunitäten in Europa“ zu sprechen.

Ein Netzwerk, das im Jahr 2011 gegründet wurde und durch CEM – Rom unterstützt wird, und das Ziel hat, einige gegenwärtige Gemeinschaften zu unterstützen und neue zu schaffen, wo ein erneuertes religiöses Leben gelebt wird. Ein Netzwerk, das erneut gelesen werden sollte, wenn man die Forderungen des letzten Generalkapitels in Kolumbien betrachtet.

Bei unserem Treffen in Escorial haben wir zuerst auf die Ergebnisse in den letzten sieben Jahre zurückgeschaut, um dann über die zukünftigen Ziele zu sprechen:

  1. Überprüfung des Sinns und der Funktion des Netzwerks in Europa.
  2. Beschreibung des Profils der Kommunitäten bezüglich gemeinschaftliches Leben, maristische Spiritualität und maristische Sendung (Mission)
  3. Antwort zu geben auf neue Anrufe
  4. Bestimmung der Art der Zugehörigkeit und Beziehung zu den anderen Kommunitäten des Netzwerks
  5. Die Verbindung mit den Gemeinschaften von LaValla200 und der Fratelli-Gruppe Beirut“ und der Begleitung dieser Kommunitäten.

Während dieser drei arbeitsreichen Tage haben wir Momente der Brüderlichkeit und des frohen Miteinanders beim Austausch in den kleinen oder großen Gruppen erlebt, ebenso bei den Mahlzeiten oder der Abendgestaltung. Mit einem Herzen voller Hoffnung kehrten wir in unsere eigenen Kommunitäten zurück.

AA.


Ein Haus für Gäste

Ein Haus für Gäste

Das Haus für Gäste in Dennenstraat (Nimwegen) hat im Monat August 2014 seine Pforten geöffnet. Das Ziel war, Jugendlichen zwischen 12 – 17 Jahren die Möglichkeit zu geben, für eine gewisse Zeit von ihren Eltern weg zu sein, ohne den Kontakt mit ihren Eltern zu verlieren. Es war übrigens vorgesehen, dass diese Jugendlichen nach ihrem Aufenthalt in unserem Gästehaus zu ihren Familien zurückkehren. Die Initiative für ein solches Haus kam von den Dominikanerinnen und den Maristenbrüdern, denen sich die Schwestern von Julie Postel danach angeschlossen haben.

Das Projekt eines solchen Hauses wurde mit der Zustimmung der Kommunalbehörden von Nimwegen gestartet. So war es einen schöne Initiative von verschiedenen Kongregationen und den städtischen Behörden. Diese selbst sahen vor, drei bis vier ähnliche Häuser in Nimwegen zu gründen.

Die Leitung des Gasthauses hat am 01. Juli 2018 entschieden, das Haus aus verschiedenen folgenden Gründen zu schließen.

Der erste Grund zur Schließung des Hauses war die Entscheidung von 2015 des Zentrale, die Jugendsozialhilfe des Staates und der Provinz den Kommunen zu geben. Dadurch entstand eine neue Dynamik. Ambulante Pflege für die Jugendlichen, die in ihren Familien blieben, wurde schnell in die Wege geleitet, wodurch die Familien von nun an auf eine besondere Hilfe zählen konnten.  Diese Entwicklung war für die Jugendlichen auch sehr positiv, weil sie in ihren Familien bleiben konnten.

Die Stadtverwaltung von Nimwegen war sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst und hat angepasste Strukturen geschaffen, um den Jugendlichen und den Familien zu helfen.

Die Initiative der Kongregation hat eine Vermittlerrolle gespielt. So schien es, dass nach vielen Gesprächen mit der Stadt die Hilfe der Kongregation nicht mehr notwendig war.

Ein anderer Grund ist, dass in den letzten Jahren unser Gästehaus mehrmals angefragt wurde, sehr schwierige Jugendliche zu übernehmen, denen wir nicht helfen konnten.

Der dritte Grund ist schnell aufgekommen, dass für solche Jugendliche die Rundumbetreuung von 24 Stunden von unserem verantwortlichen Team nicht geleistet werden konnte.

Die betroffenen Kongregationen waren über ihre Erfahrungen sehr zufrieden und die Begleiter der Jugendlichen können mit Zufriedenheit auf ihre Arbeit zurückblicken. Wir können in aller Demut sagen, dass die Jugendliche, die in unserem haus wohnten, auch sehr zufrieden waren.

Die Kongregationen können sagen, dass sie sich zu einem Zeitpunkt zusammengefunden haben, wo der Anruf sehr dringend war, und sie darauf positiv geantwortet haben. Sie können sich heute zufrieden und stolz über ihre erreichte Arbeit zurückziehen. Wir können glücklich und dankbar auf diese Erfahrungen schauen, auf das soziale Engagement der Kongregation und des Ehepaares, das für das Haus verantwortlich war. Glücklich auch darüber, dass ein ruhiger und friedvoller Empfangsraum für zahlreiche Jugendliche geschaffen wurde, die von dieser aufmerksamen Gegenwart der verantwortlichen des Hauses profitieren konnten.

3-09-2018


Besuch von gefallenen Brüdersoldaten des Ersten Weltkriegs

Besuch von gefallenen Brüdersoldaten des Ersten Weltkriegs

Vor einem Jahrhundert endete der Erste Weltkrieg. Dies war der Anlass, an jene Brüder zu denken, die während des Ersten Weltkriegs als Soldaten gestorben sind.

Von unserer Provinz haben alle fünf Länder solche Toten zu beklagen. Was die 43 deutschen Brüder angeht, so starben die meisten in den Gefechten in Belgien und Frankreich.

Durch die Beschäftigung mit den Biographien kamen die Fratres Michael, Augustin und Alois auf den Gedanken, einmal die Gräber der Brüder zu besuchen, von denen sie wussten, wo sie begraben sind.

Frater Augustin hat über den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge nachgeforscht, in welchen Militärfriedhöfen in Frankreich und Belgien Brüder beerdigt sind. So machten sich vor drei Jahren die drei Brüder auf den Weg. Von Kessel-Lo aus, wo ihnen die Brüder Gastfreundschaft anboten, starteten sie an drei Tagen zu den entsprechenden Friedhöfen.

Sie suchten die Grabstellen auf, lasen die Biographie des entsprechenden Bruders, entzündeten ein Grablicht und beteten für den verstorbenen Bruder. So konnten sie in diesen Tagen 15 gefallene Brüder besuchen. Sie wussten, dass es noch einige gibt, von denen man herausfinden kann, auf welchem Friedhof sie ruhen.

Frater Provinzial Brendan wusste von diesen Besuchen und stärkte die drei Brüder, weitere Nachforschungen anzustellen. Von drei weiteren Brüdern konnte man noch herausfinden, wo sie begraben sind.

Am 14. Juli starteten nun Frater Provinzial Brendan und Frater Alphonse von Kessel-Lo aus Richtung Colmar im Elsass, um bei den französischen Brüdern in Issenheim zwei Tage zu verbringen. In Straßburg trafen sie Frater Augustin und Frater Alois aus Mindelheim. Nach dem Besuch der Kathedrale ging es nach Issenheim weiter, wo wir bei den Brüdern übernachten konnten.

Am nächsten Tag besuchten wir den Soldatenfriedhof in Cernay – nicht weit von Issenheim – um dort das Grab des Mitbruders Frater Armandus Lamers zu besuchen. Wir hörten seine Biographie, beteten und sangen das Salve Regina. Am selben Tag besuchten wir auch den hart umkämpften Hartmanswillerkopf, wo viele Tausende Soldaten gefallen sind und natürlich auch das wunderbare Museum „Unter den Linden“ in Colmar.

Am 16. Juli verließen wir die Brüder in Issenheim und fuhren Richtung Pfalz, um in St. Martin Frater Winfried Schreieck zu treffen, dessen Neffe eine Weinhandlung hat.

Wir verbrachten dort die Nacht und brachen am 17. Juli Richtung Reims auf, um dort zwei weitere Friedhöfe zu besuchen, wo Brüder begraben sind. Frater Josef Lambert Reith liegt auf dem Friedhof in St. Etienne-à-Arnes (gefallen im April 1918) und Frater Josef Bergner auf dem Soldatenfriedhof in Warmériville (gefallen im September 1917). Auch hier beteten wir und empfahlen der Mutter Gottes die Brüder.

Nach dem Besuch der Kathedrale von Reims ging es Richtung Kessel-Lo, wo wir gegen Abend ankamen.

Wir wissen nicht, ob Angehörige das Grab der toten Brüder schon früher besucht haben. Wir waren sicherlich die Ersten von uns Brüdern. Mögen sie alle im Frieden Gottes ruhen.

Maristenbrüder

europafront

Die fünf Länder der Provinz Europa-Zentral-West:

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