16 April 2018


Das Labyrinth

Das Labyrinth von Westerhelling

Ein Labyrinth? Viele Menschen kennen so etwas nicht und auch nicht seinen Nutzen. „Was ist das, ein Labyrinth?“  Eine Frage, die man in seiner Umgebung oft hört.

Bei einem Wochenende mit unseren studierenden Gästen im Haus der Stille (Stiltehuis) von Westerhelling (Nimwegen) habe ich ihnen kurz das Bestehen eines Labyrinths in unserem Gelände gesagt und habe ihnen auch die Gründe dazu gesagt. Da einige davon ein gewisses Interesse zeigten, habe ich ihnen die beste Art geschildert, wie man den Labyrinthweg benützt. Zuerst muss man natürlich den Eingang des Weges finden, der von fünf großen Steinen und einer Informationstafel gekennzeichnet ist.

Die Idee zum Bau eines solchen Labyrinths kam von Frater Gerard de Haan, der damit die Zweihundertjahrfeier unserer Institutsgründung hervorheben wollte.

Das Labyrinth hat die gleiche Form wie das, das man in der Kathedrale von Chartres bestaunen kann. Gerard Löbker, ein Karmelit, hat anfangs Februar 2017 die Verwirklichung des Projekts gestartet. Er bediente sich dabei wesentlich von Bauresten und verschiedenen roten Backsteinen, um den Labyrinthweg zu formen. Die Länge betrug für Hin- und Rückweg einen Kilometer. Als Werkzeug benützte er hauptsächlich seine Hände, kleine Geräte und viel guten Willens.  Man muss sagen, dass das Ergebnis erstaunt. Das Labyrinth schafft wirklich um sich herum eine Art geheimnisvoller Atmosphäre, der Einheit und der Brüderlichkeit. Es lädt wirklich die Benützer zu einer inneren Pilgerreise ein.

Die offizielle Einweihung fand am 6. Juni statt, am Fest unseres heiligen Marzellin Champagnat. Frater Gerard sprach einige Segensworte und lud danach die Anwesenden ein, „sich auf die Reise zur Entdeckung ihres Herzens zu begeben“.

Ja, das ist wahr! Wenn man sich auf den Weg des Labyrinths begibt, hat man noch keine Gedanken darüber, was man vielleicht spüren wird. Man kann sich nicht verlaufen; das ist schon ein Vorteil! Eine Rückbesinnung auf sich selbst ist wahrscheinlich kürzer als der Rückweg in den Alltag. Den Interessierten wird angeraten, auf halben Weg für eine Pause zu nützen, um sich folgende Fragen zu stellen: „Welche Gefühle entstanden bei mir unterwegs? Welchen Einfluss könnten sie haben, wenn ich zu meinem normalen Leben zurückkehre?“  Es kommt dann der Augenblick, den Weg zu kürzen und sich von Neuem zum Startpunkt zu begeben. Die Wege des Labyrinths sind unvorhersehbar. Manchmal hat man den Eindruck, einerseits nicht weit von der Mitte zu sein, andererseits am äußersten Rand des Labyrinths, um sich schließlich und plötzlich in der Mitte zu finden. Ist dies vielleicht der Hinweis auf unser gegenwärtiges Leben?

Das Labyrinth hat seit seinem Bestehen etliche Leute berührt. Vor kurzem hat mir jemand Folgendes anvertraut: „Ich bemerkte, dass ich Angst hatte, mich auf dem Weg zu verirren; und dann, beim Überprüfen des Weges, sah ich Fußspuren. Dann wurde mir bewusst, dass ich oft dem Weg folgte, den mir andere vorgaben. Mein Entschluss war, zukünftig zu versuchen, meinen eigenen Weg zu gehen“

Eine andere Person mit Burnout sagte mir: „Ich fand den Pfad des Labyrinths sehr interessant, weil ich merkte, dass der Hinweg und der Rückweg gleich lang waren. Meine aktuelle Situation kommt wahrscheinlich aus den zahlreichen Verirrungen in der Vergangenheit. Mein Fazit ist nun, dass keine Eile notwendig ist und dass der Rückweg (ins Leben) noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird.“

Eine der Jugendlichen im Haus der Stille plagt ihren Perfektionismus und machte folgende Erfahrung: „Ich bin zweimal den Weg des Labyrinths gegangen. Beim ersten Mal nahmen mich die schönen rotfarbenen Farben eines Baumes (Japankirsche) in der Nähe des Labyrinths gefangen.  Bei meinem zweiten Lauf merkte ich, dass der Baum mit den wunderbaren Blättern aber auch viele abgestorbene Blätter hatte. Dies hat mich berührt; denn trotz der vertrockneten Blättern behielt der Baum seinen ganzen Glanz. Ich verstand, dass das Wesentliche nicht in der Perfektion besteht und dass die wenigen vertrockneten Blätter nicht die persönliche Schönheit wegnehmen kann.“

Von einem Fenster des „Stiltehuis“ kann man einen Blick auf das Labyrinth werfen. Daher konnte einer der Jugendlichen sehen, wie ein Fuchs das Labyrinth durchquerte. Man kann auch mit Bewunderung feststellen, dass zahlreiche Blumen überall im Garten zu wachsen beginnen, dass gelbe Narzissen das Labyrinth umgeben und dass andere Kräuterpflanzen, wie zum Beispiel Kamille, um den Park herum aus der Erde sprießen. Es lebe der Frühling!

Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren viele Menschen kommen, um das Labyrinth zu durchlaufen. Ob es das erste Mal ist oder ein weiteres Mal – und durch das Durchschreiten mit einer neuen Erfahrung für ihren Alltag bereichert werden

Jacques Scholte

 

4 April 2018


An Easter Gesture

Am Freitag, 23. März, haben sich im Institut „Sainte Marie“ in Arlon (Belgien), einer früheren. Maristenschule, etwa 400 Jugendliche getroffen, um an diesem Vormittag gemeinsam Eucharistie
unter dem Zeichen der Ostersymbolik zu feiern.
Bei dieser Gelegenheit hat Frater Albert von Habay-La- Vieille, der wegen seines vielfältigen
Engagements in der Schule recht bekannt ist, einer zwölfjährigen Schülerin nach einer kurzen
Erklärung die Ikone überreicht, die von Herrn Nektarios Mamais für das Generalkapitel geschaffen
wurde.
Das Mädchen hat dann diese Ikone in symbolischer Weise an den Direktor der Schule, Herrn Michel
Colling, weitergegeben.
Dies war eine wunderbare Gelegenheit, Schüler und Lehrerschaft zu sensibilisieren, um den Alltag im
Geist von Marzellin Champagnat zu leben.

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