11 Februar 2014

Maristen in Deutschland


100 Jahre Maristenbrüder in Deutschland

Am 2. Februar trafen sich im Mindelheimer Maristenkolleg über dreißig Priester und Ordensleute der Pfarrei St. Stephan.

Am 3. Februar wurde an der Schule in Recklinghausen der Ankunft der ersten deutschen Brüder genau vor einhundert Jahren gedacht.

Mindelheim

Am Fest der Darstellung des Herrn, Fest Mariä Lichtmess, trafen sich im Mindelheimer Maristenkolleg über dreißig Priester und Ordensleute der Pfarrei St. Stephan. Sie besuchen sich jährlich am Tag des geweihten Lebens jeweils in einer anderen Ordensgemeinschaft der Stadt. Dieses Jahr waren wir Maristenbrüder die Gastgeber.

Nach einer kurzen Führung durch das neue Brüderhaus und dem gemeinsamen Austausch bei Kaffee und Kuchen wurde das Treffen mit einer kleinen Prozession und einer gemeinsamen Vesper in der Studienkirche des Maristenkollegs abgeschlossen.

Das Bild zeigt die Priester der Stadt mit Ordensleuten der hiesigen Ordensgemeinschaften. Vertreten waren die Congregatio Jesu, die Schwestern vom Hl. Kreuz, Dienerinnen der Unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter Maria, Mitglieder der Gemeinschaft der erlösenden Liebe Christi und die Kommunität der Maristenbrüder. Frater Heinrich fehlte, da er die Gemeinschaft in Recklinghausen bei der 100-Jahrfeier der Ankunft der deutschen Maristenbrüder in Deutschland vertrat.

Recklinghausen

Am 3. Februar 2014 wurde an der Schule in Recklinghausen der Ankunft der ersten deutschen Brüder gedacht, die genau vor einhundert Jahren, nämlich am 3. Februar 1914, in das Haus an der Hertener Straße einzogen. Es waren die beiden Brüder Frater Raimund Koop und Frater Alois Daßen, die aus Arlon kamen.

Frater Raimund Koop hatte schon einige Jahre zuvor den Auftrag der Generalleitung erhalten, sich in Deutschland nach einem geeigneten Haus umzuschauen. Da er in der Nähe von Recklinghausen geboren war und in der Stadt selbst sein Abitur machte, hörte er, dass das „Collegium Josephinum” der Diözese Münster zum Verkauf ausgeschrieben war. Nach langen Verhandlungen und der Zustimmung des Generalrats wurde der Kaufvertrag unterschrieben. Es kostete 100 000 Reichsmark.

Immer mehr deutsche Brüder kamen jetzt von Arlon nach Recklinghausen; und als der 1. Weltkrieg ausbrach, mussten alle deutschen Brüder – über einhundert – und die 110 Juvenisten, von denen etwa die Hälfte aus dem Ruhrgebiet kam, Arlon verlassen und fanden hier ihr neues Zuhause.

Allerdings wurde das Haus bald beschlagnahmt, um verwundete Kriegsgefangene aufzunehmen. Da kein Unterricht mehr möglich war, wurden viele Brüder als Krankenpfleger eingesetzt; außerdem wurden viele zum Militär eingezogen. Erst ab 1919 war das Haus wieder frei.

Mit der ganzen Schulgemeinschaft und einigen Ehrengästen feierten wir mit dem Weihbischof D. Geerlings einen Gottesdienst. Danach folgte nach einem Sektempfang ein kleiner Festakt in der Schule, dem dann ein gemeinsames Essen mit einem warmen Buffet folgte. Eine Fotoausstellung über die Geschichte des Hauses lud dann die Besucher noch ein, sich über das Auf und Ab des Hauses zu informieren.

Das größere Fest wird im September in Furth gefeiert.

 

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