23 Juni 2015

Laienmaristen


Ausbildungskurs für Laienmaristen

Vom 18. Mai bis 2. Juni wurde in Rom ein Kurs für Laienmaristen aus der ganzen Welt durchgeführt. Das Ziel bestand darin, sie zu informieren, wie sie andere Laienmaristen in ihrem Land ausbilden können.

CursusLekenGroep

Die Teilnehmerin aus unserer Provinz war Frau Conny Stuart aus den Niederlanden. Sie erzählt hier, wie sie das Treffen erlebt hat:

Auf Einladung von Frater Brendan Geary durfte ich an dem „formation course for lay Marists“ teilnehmen. Es war ein besonderes Erlebnis. Ich fand es spannend, dorthin zu gehen; ein Kurs mit 55 anderen Laienmaristen aus aller Welt – wer bin ich, dass ich dazu gehören soll, warum ich? Ich hatte die Profile der anderen Teilnehmer gelesen: Es waren größtenteils Personen, die an ihren Schulen schon jahrelang für die Bildung von Laienmaristen verantwortlich sind oder die für Mitarbeiter an Maristenschulen Vertiefungs-, Sinngebungs- und Spiritualitätsprogramme durchführen. Glücklicher-weise zeigte es sich schon am ersten Tag, dass viele Teilnehmer mit der gleichen Frage nach Rom gekommen waren, was relativierend wirkte.

Während eines der Workshops mussten wir uns einen Titel eines Buches ausdenken, der sich auf die Gemeinschaft dieser 55 Menschen und deren intensiven Austausch und Zusammensein der vergangenen zwei Wochen bezog. Mein Titel wäre: „Fading differences“. Ich hatte festgestellt, dass es sicherlich große Unterschiede gibt, nicht nur sprachlich oder kulturell, sondern ganz bestimmt auch in der Art und Weise, wie die Maristenbrüder in den unterschiedlichen Ländern gegenwärtig sind oder welche Beziehung zwischen Brüdern und Laien besteht. Aber nach einigen Tagen stellte es sich heraus, dass die Übereinstimmungen viel größer als die Unterschiede waren. Mit dieser Gruppe war es so, wie ich es immer, wenn ich Maristen begegne, erfahren habe: Ich fühlte mich sofort wie zu Hause, „unter uns“.

Das Programm war sehr anregend und gut durchdacht. Inhaltliche Themen, die bei den Maristenbrüdern auch zurzeit eine Rolle spielen, wie „vocation“ (Berufung), „mystics and prophets in communion“ (Mystiker und Propheten in Verbundenheit), „mission“ und „joint formation“ (gemeinsame Bildung), aber auch eher verwaltungsmäßige Themen wie die organisatorische Struktur der Brüder und die Beziehung zwischen Brüdern und Laien wurden eingehend erörtert.

Als ich wieder zu Hause war, fragte mich jemand: „Fühlst du dich nun wie ein Marist?“ Da musste ich kurz überlegen, weil mein erster Impuls eher lautete: „Das ist eigentlich nicht möglich“. Und trotzdem antwortete ich, frei heraus: „Ja, ich fühle mich wie ein Marist.“ Und ich fühle mich wie ein Teil eines größeren Ganzen. Wenn ich mir nun die Erdkugel vorstelle, dann sehe ich überall Punkte, wo die Menschen, die ich kennen gelernt habe, leben. Wir haben miteinander gemeinsam, dass wir Menschen sind, die einer Tradition entsprechend leben wollen und die eine gemeinsame Mission/Sendung haben, die ich als sehr vertraut empfinde. Der „Rucksack“, den ich aus Rom mit nach Hause bringe, ist voller Inspiration, Ideen, Kenntnissen, Mut und Vertrauen, und ich bin sehr dankbar, dass ich an diesem Kurs teilnehmen konnte.

CursusLekenEmili

CursusLekenDansen

 

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