24 November 2014

Niederlande


Die Gründung „Moria” vor 20 Jahren

Die Gründung Moria, die als Ziel die Beherbergung und Betreuung von ehemaligen jugendlichen Strafgefangenen hat, entstand vor zwanzig Jahren. Um mit anderen das Erlebte der Personen in Moria mit diesen Jugendlichen zu teilen, fand am 13. November in den Räumen von Moria in Nimwegen eine Konferenz statt. Das Thema war: „Leben lernen zwischen Gesetz und Freiheit”.

Frater Jacques Scholte , einer der Gründer, erzählte, wie alles recht einfach vor zwanzig Jahren begann. Die Öffnung von Moria wurde in einer Regionalzeitung damals mit dem Titel begleitet: „Patres nehmen Nichtsnutze auf.”

Danach erklärte André Stuart, der Direktor von Moria, dass man hier einen Aufenthalt anbietet, wo die Menschen über ihr Schicksal nachdenken können. Moria regt die Jugendlichen gedanklich an, dass sich die Anstrengung lohnt, und sie unterstützt, ihre Freiheit zu erobern, denn wenn man die Gefängnistür hinter jemanden schließt, wartet ein langer Prozess des Wachsens. Eine kurze Vorführung mit Bildern der Mitarbeiter und ehemaligen Teilnehmer sollte zeigen, was Moria bedeutet.

Bei der Vorbereitung der Konferenz sollte ein Blog als Mittel der allgemeinen Überlegung aufzeigen, wie ein Gleichgewicht in puncto Sorge um die ehemaligen Sträflinge gesucht werden kann. Auf die Frage, wie man ein schönes Ideal in die Praxis umsetzen kann – sehen lernen und Jugendliche anders sehen – ergriffen Hilfskräfte, Leiter, Juristen, Psychologen, Leiter der Kirchen und jetzige Teilnehmer das Wort. Arjan Broers, Blogger, berichtete im Verlauf des Symposiums über die zwanzigjährigen Erfahrungen von Moria. Er stellte fest, dass man sich viel über das System beklagt, über das Misstrauen und der Unkenntnis der wesentlichen Arbeit. Broers Meinung: Vertrauen und Wunsch organisieren. Die Qualität der Arbeit hängt von dieser Haltung ab. Bei Moria stellt die Inspiration der Ordensleute den Mensch in den Mittelpunkt. Fazit: Misserfolg ist normal. Ein Teil der Jugendlichen fällt in die alte Spur zurück und dies tut weh. Man muss weiterhin diese Jugendlichen betrachten, selbst in der Dunkelheit. Denn wir hoffen alle, einer Gesellschaft anzugehören, die den Versuch und das Misslingen genehmigt und die Hilfe gibt.

Nach diesem wichtigen Teil des Programms setzten die Teilnehmer in drei Workshops den Dialog in Kleingruppen fort. Man warf dort Fragen auf wie: „Definiert das System oder wir die Werte? Und wie kann man das tun?”

Es war ein anregender Nachmittag für die gemischte Gruppe von Profis – seien sie aus dem Bereich der Jugend, der Gefangenen, der Leiter -, Ehemaligen, Ordensleuten und Studenten.

Will van de Ven,

KNR (Konferenz der niederländischen Ordensleute)

 

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