16 Oktober 2014

Niederlande


Eröffnung eines neuen Projekts für junge Menschen

Unter reger Beteiligung fand am 4. Oktober die Eröffnung des „Hauses zum Leben” in Nimwegen statt. Diesem Projekt, das Jungen im Alter von 12 bis 17 Jahre aus dem gleichen Stadtteil einen ruhigen Ort bietet, an dem sie vorübergehend Unterkunft und Unterstützung finden, liegt ein religiöses Engagement zugrunde. Das Projekt ist eine Initiative zweier Kongregationen: der Maristenbrüder und der Dominikanerinnen von Neerbosch.

Bei der Eröffnung legte Schwester Angèle Schamp kurz den Hintergrund des „Hauses zum Leben” dar. Ein Beigeordneter der Stadtverwaltung, Herr Frings, hatte die Maristen angeregt, das Bedürfnis eines Heims für junge Menschen zu überlegen. Als das Projekt allmählich Gestalt annahm, luden die Maristenbrüder die Dominikanerinnen von Neerbosch zur Teilnahme ein. Diese sagten Ja und es haben sich neulich auch weitere Förderer angeschlossen. Die Schwestern von Julie Postel möchten für das Projekt mitverantwortlich sein und inhaltliche und finanzielle Unterstützung bieten.

Anfang 2014 beschloss die Stadt Nimwegen, diese Privatinitiative für drei Jahre zu  subventionieren. Beigeordneter Tankir, der seinen Kollegen Frings bei der Eröffnung vertrat, weil dieser krank war, betonte die Bedeutung einer Betreuung in einer möglichst normalen Umgebung. Dies erleichtert den jungen Menschen den Kontakt mit ihrem sozialen Netzwerk und der häusliche Kontext gestattet es den Betreuern, eine Atmosphäre der Fürsorge und des Engagements seitens der Gesellschaft zu begründen.

Das Ehepaar Wilma und Wim Janssen übernimmt als „Fürsorgeeltern” die Betreuung der Jungen und lebt mit ihnen im Haus. Das Projekt wirkt präventiv: Es richtet sich auf das Verhüten von „Entgleisungen”. Es beabsichtigt die Lücke zwischen der ambulanten Fürsorge und einer zwangsweisen Unterbringung in einer Anstalt zu füllen. Die Fürsorgeeltern arbeiten eng zusammen mit einer Organisation vor Ort, die die Jungen, wenn nötig, professionell begleiten bzw. persönlich beraten kann.

Herr Janssen erzählte, wie er und seine Frau schon beim ersten Besuch des Hauses, im Juli 2013, fühlten, wie geeignet es für das Zusammenleben mit jungen Menschen sei. Ab dem Tag dauerte es noch ein Jahr, bevor die ersten Bewohner einziehen konnten – ein Jahr, in dem man Auskünfte einholen musste, ein Netzwerk aufbauen, mit allen beteiligten Parteien beraten und praktische Sachen erledigen wie das Ausstatten der Räume. Dimitri, der allererste Bewohner, führte die offizielle Eröffnungszeremonie durch, indem er ein Band durchschnitt und das Namensschild enthüllte. Die Türen des „Hauses zum Leben” sind offen für junge Menschen, die etwas extra Aufmerksamkeit spüren lässt, dass sie wichtig sind.

 

Alle rechten voorbehouden © Maristen | Webdesign by: WEN Kunst Webdesign | Login