21 November 2016

Kinderrechte


Internationaler Tag der Kinderrechte

Am 20. November 1959 verabschiedeten die Vereinten Nationen die „Deklaration über die Rechte des Kindes“. Genau dreißig Jahre später wurde das „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“ (kurz UN-Kinderrechtskonvention) von der UN-Gene­ral­ver­samm­lung angenommen. Daher feiern wir jedes Jahr am 20. November den In­ter­na­tio­nalen Tag der Kinderrechte.

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FMSI, die Maristische Stiftung für Internationale Solidarität, die sich hauptsächlich für die Rechte des Kindes einsetzt, hebt diesen Tag hervor, indem sie zehn E-Mails he­rum­ge­schickt hat, in denen Kinder und Jugendliche über die Lage der Kinderrechte in ih­rem Land berichten (www.fmsi-onlus.org/contenidos.php?p=20_nov_2016).

Im Sommer dieses Jahres reiste eine Gruppe junger deutscher Frauen und Männer nach Hermitage als Teil des Seminars von Cmi Deutschland, das ihnen helfen soll, sich auf ihren Einsatz als Volontäre bei den Maristen im Ausland vorzubereiten. An­schlie­ßend besuchten sie auch das Büro von FMSI in Genf. Unten ein Bericht dieses Besuchs.

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Internationaler Schutz von Kindern als Aufgabe und Inspiration

Weshalb ein Auslandsjahr bei CMI? Nachdem wir dieser wichtigen Frage in der Her­mi­tage auf spirituellem Weg nachgegangen sind, bekamen wir auch in Genf eine klare Antwort.

„We seek to promote innovative thinking and practical initiatives for the benefit of children and young people, especially those considered most vulnerable and neglected“. Das ist die Vision von Br. Manel und Br. Evaristus, den beiden Maristenbrüdern, die uns so herzlich in ihr Haus aufgenommen haben und uns die einmalige Chance geboten haben ihre wichtige Arbeit bei FMSI kennenzulernen.

Den bedeutenden Abschluss unseres Seminars bildete am 20. Juli 2016 der Besuch des UN Menschenrechtsrats in Genf. In einer Führung durch das gesamte Gebäude blieb uns, neben dem tollen Ausblick, vor allem die Wichtigkeit dieser Räume in Erinnerung. Die Chance dort zu sitzen, wo auch schon die Waffenstillstände zwischen Irak – Iran und Nord-, Südkorea ausgehandelt wurden, bietet sich eben nicht jeden Tag.

Mit einem neuen Bild der Bedeutung der UN für die Menschenrechte, machten wir uns auf den Weg zum Büro der Maristen in Genf. Unsere Gastgeber empfingen uns mit ei­nem Vortrag, in dem sie ihre Position erklärten.

FMSI (Fondazione Marista per la Solidarietà Internazionale), die Organisation für die die beiden arbeiten, wurde als wohltätiger Verein in Italien gegründet. Durch die Zu­sam­menarbeit mit der UN können die Mitarbeiter an Konferenzen, Meetings und Ar­beitsgruppen teilnehmen die sich um Kinderrechte kümmern. Mit der Berufung die sie auf Englisch „Advocacy“ nennen, was soviel wie Anwaltschaft oder Interessen­ver­tre­tung heißt, veröffentlichen sie Berichte, die auf Missstände im Bereich der Kinderrechte in allen Ländern der Welt aufmerksam machen. Anhand von Forderungen für In­no­va­tion und Initiative vor Ort wird erreicht, dass Kinder Chance auf eine bessere Bildung haben und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken zu können. Dies wird zum einen durch das Sprachrohr UN ermöglicht, ist jedoch auch maßgeblich dem internationalen Netz­werk der Maristen zu verdanken, welches Missstände vor Ort aufdeckt und meldet. „Governments have responded to our papers and have changed“ war ein be­mer­kens­wer­ter Satz von Br. Manel, der mir einige seiner Berichte von Kinderrechtsverletzungen in Afrika zeigte. Was in unseren Medien oft nicht berücksichtigt wird konnten wir hier unmittelbar erfahren: es ist wichtig Kinderrechte weltweit zu schützen und mit Mut und Engagement wurden bereits durchaus Erfolge erzielt.

Uns, als Volontäre, steht nun die Tür offen im internationalen Netz der Maristen mit­zuwirken und Kindern tatsächlich zu helfen – ein maßgeblicher Beweggrund für die Freiwilligenarbeit, der uns an diesem Tag besonders vor Augen geführt worden ist. „Somebody has to do the job“, beschreibt Br. Manel bescheiden seine Arbeit, die nicht immer einfach und ungefährlich ist. Dabei in Entwicklungsländern mit anzupacken wird unsere Aufgabe sein – an Motivation wird es uns dabei nicht fehlen.

Sofie Bliemel

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Cmi Deutschland: www.cmi-maristen.org

FMSI: www.fmsi-onlus.org

Generalat, Artikel zum Internationalen Tag der Kinderrechte:
www.champagnat.org/400.php?a=6&n=4160

 

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