18 Februar 2016

Das geweihte Leben


Internationales Treffen in Rom zur Beschließung des Jahres des geweihten Lebens

Über 5000 Ordensleute folgten der Einladung der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens (CIVCSVA), da­r­un­ter 25 Maristenbrüder, vom 28. Januar bis zum 2. Februar in Rom.

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Frater Bernhard Seigel war einer der beiden Teilnehmer aus unserer Provinz. Er hat den folgenden Bericht, in dem er u. a. Schwerpunkte aus den Beiträgen der un­ter­schied­lichen Redner erwähnt, geschickt.

Das geweihte Leben ist prophetisch. Gott steht auf der Seite der Armen. Der Papst hat uns einen einfachen Lebensstil ans Herz gelegt. Wir sollen „Experten“ für die Bildung von Gemeinschaften sein und die frohe Botschaft mit Mut verkünden. (1)

Der Säkularismus ist für uns eine große Herausforderung. Wir können ihm begegnen, indem wir die neuen Formen des geweihten Lebens fördern: (2) Neue geistliche Ge­mein­schaften praktizieren eine große Vielfalt neuer Formen, in denen sich Ledige und Verheiratete gemeinsam engagieren. (3) Eine weitere Herausforderung ist der Umgang der Kulturen miteinander. Weltoffenheit ist bei den Ordensgemeinschaften besonders ausgeprägt.

Im Religionsunterricht in Europa erfahren die Jugendlichen wenig über das geweihte Leben. Diese Lebensform ist für sie keine Option. Wir Ordensgemeinschaften müssen besser über das geweihte Leben im Allgemeinen und dabei über unsere eigene Ge­mein­schaft im Besonderen informieren. (4) Eine Schwester erzählte, wie sie als Kind Or­dens­leuten begegnete, von ihnen eingeladen wurde und das geweihte Leben kennen lernte. So prägte sich diese Lebensform in ihr Bewusstsein und sie konnte diese später für sich ergreifen. (5)

Der Generalsuperior der Maristenbrüder, Frater Emili Turú, sagte am 1. Februar unter anderem: „Wir bilden die Außengrenzen der Kirche. Das bedeutet, dass wir zu den Vernachlässigten und den Notleidenden gehen müssen. Dort ist unser Platz.“

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Papst Franziskus empfahl in der Audienz am 1. Februar: „Beten wir [um Berufungen] wie es Hanna um einen Sohn getan hat. Gott wird seine Zusage einhalten wie bei ihr, der Samuel geschenkt wurde. Wir müssen an seine Tür klopfen.“

Am letzten Tag unternahmen die Teilnehmer einen sternförmigen Pilgermarsch zu drei päpstlichen Basiliken.

Zum Schluss sei der CIVCSVA für die ausgezeichnete Vorbereitung und für die um­fas­senden Begleitinformationen der Teilnehmer gedankt.
   

Verzeichnis der Redner:
1 Kardinal João Braz de Aviz, Rede am 29.01.2016
2 Msgr. José Rodríguez Carballo, OFM, Rede am 29.01.2016
3 Beitrag in der Podiumsdiskussion am 01.02.2016
4 Beitrag im Gruppengespräch am 30.01.2016
5 Nathalie Becquart, Institut La Xavière, Rede am 31.01.2016
   

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