17 Februar 2015


„Maristenschule – Quo vadis?”

Am 30. und 31. Januar wurde im Bildungshaus des Klosters Niederalteich ein Workshop zu diesem Thema für Lehrer der ehemaligen Maristenschulen in Cham, Furth und Mindelheim abgehalten.

Es kamen insgesamt 22 Lehrkräfte, darunter auch einige, die bisher noch nie bei maristischen Veranstaltungen dabei waren. Zudem waren noch der Hausmeister von Cham, der Verwalter der Maristen und die beiden Maristenbrüder Frater Augustin Hendlmeier und Frater Winfried Schreieck dabei.

Am Freitagnachmittag reisten die Teilnehmer (TN) an. Nach dem Beziehen der Zimmer und dem Abendessen in dem gut geführten Gästehaus der Benediktiner führte Hans Staudner in das Meeting ein und moderierte die Kennenlernrunde.

Nach einem Abendgebet, in welchem besonders auch für die bevorstehende Weltreise von Frater Michael Schmalzl gebetet wurde, klang der Abend gesellig aus.

Am Samstagmorgen nutzten einige TN die Gelegenheit, in die klösterliche lateinische bzw. byzantinische Liturgie zu gehen.

Beim gemeinsamen Morgenimpuls stand das Symbol des Zeltes im Mittelpunkt (vgl. Brief von Frater Emili).

Anschließend gab Frater Augustin einen durch seine eigenen Studien fundierten Einblick in die Geschichte der Maristenpädagogik. Dabei stellte er Marcellin Champagnat in seiner Zeit dar, um aufgrund der Voraussetzungen seine große Leistung als Pädagoge herauszuarbeiten. Er hob dabei die Punkte Gleichheit, Selbständigkeit, Disziplin und Familiengeist hervor. Gut gelungen ist ihm dabei, immer wieder die aktuelle Herausforderung darzustellen. Als Impuls für die Gruppenarbeit diente ein Handout, auf welchem von einem Colegio Marista in Costa Rica „Grundsätze maristischer Pädagogik” aufgelistet wurden.

Nach der Pause referierte Hans Staudner anschaulich und überzeugend darüber, was eine Schule zu einer katholischen Schule bzw. zu einer Maristenschule macht. Er arbeitete hierbei die Grundvollzüge des christlichen Lebens KOINONIA – LITURGIA – MARTYRIA – CARITAS heraus.

Mit einem umfangreichen Paper, in welchem die maristischen „Markenzeichen” Familiengeist, Anwesenheit, Einfachheit, Liebe zur Arbeit, In der Art Mariens mit Texten und Impulsfragen zur Reflexion zusammengefasst wurden, wurden die TN in die Mittagspause geschickt.

In Zweiergesprächsgruppen tauschte man sich dann darüber aus.

In Gruppenarbeit wurden daraufhin Plakate zu den maristischen „Tugenden” gestaltet und vorgestellt. Das sog. „Guardamar-Papier” (= von Gottfried Wesseli initiierte tabellarische Zusammenschau von Aktionen und Projekten an Maristenschulen) wurde hierbei eingearbeitet.

Nach der Vorstellung der Gruppenarbeit wurde der inhaltliche Teil mit einem sehr schön gestalteten Gebet, bei welchem jeder TN eine Kerze bekam und dann die Kerzen reihum im stillen Segensgebet herumgereicht wurden, abgeschlossen.

Nach dem Abendessen fuhren die TN aufgeladen mit maristischer Energie und dankbar für die gut vorbereitete und vom Orden so großzügig unterstützte Fortbildung wieder zurück.

Bärbel Audebert

 

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