13 November 2015

Maristen in Deutschland


Nachrichten aus den Schulen in Cham und Mindelheim

In den vergangenen Wochen fanden bei den Maristen in Cham und Mindelheim ver­schiedene Ereignisse statt, über die wir hier berichten.

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Mindelheim: Neugestaltung und Einweihung der Werkräume des Maristenkollegs

In einer kleinen Feierstunde wurden die neu gestalteten Werkräume durch Rektorin Maria Schmölz den Fachlehrern und Schülern übergeben. Sie betonte, dass eine ganz­heitliche maristische Erziehung den Dreiklang anstrebt: Erziehung von manuellen, in­tel­lektuellen und emotionalen Fähigkeiten. Zusammengefasst im Dreiklang der Worte: eine Erziehung und Bildung von Hand, Herz und Verstand.

Frater Michael Schmalzl zusammen mit dem evangelischen Schulseelsorger erbaten Gottes Segen für die Werkräume und alle hier Tätigen. Anschließend zeigten Schüler praktische selber angefertigte Werkstücke, z. B. ein Klavier aus Pappe und Holz. An­dere nützten Metall oder andere Materialien für ihre Werkstücke.

Den Wert der Erlernung praktischer handwerklicher Fähigkeiten in der Schule fassten die Schüler im Satz zusammen: „Wir sind stolz auf die Arbeit unserer Hände“. Ein gutes Motto für den Werkunterricht an der Realschule am Maristenkolleg Mindel­heim.

Frater Heinrich Schamberger

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Cham: Begrüßungsgottesdienst für die neuen Maristen

Der erste gemeinsame Gottesdienst der fünften Klassen stand unter dem Motto „Wie werde ich ein Marist?“

Dass der Begriff „Marist“ irgendetwas mit Maria, der Mutter Jesu, zu tun hat wurde den Schülern bald bewusst. In der Predigt wurde die Frage gestellt, wer denn der wich­tigste Mensch in ihrem Leben sei, worauf die Schüler die sehr eindeutige Antwort ga­ben: Ihre Mutter. Bei Jesus war dies nicht anders. Zum einen konnte Gott nur Mensch werden, weil Maria „Ja“ gesagt hat und zum anderen war kein Mensch Jesus so nahe wie seine Mutter. Deshalb haben die Maristen sich Maria als Vorbild genommen, um Jesus nachzufolgen. Diese Nachfolge Jesu führt uns zu der Frage, welcher Mensch möchte ich werden. Ein großzügiger oder ein geiziger, ein liebender oder ein hassender, ein verzeihender oder ein nachtragender. Ein Marist entscheidet sich für die erstge­nannten Eigenschaften. Durch das Vorbild Mariens versucht er Jesus nachzufolgen. Er möchte ein „mehr“ an Liebe leben.

„Durch Maria zu Jesus“ ist deshalb der Wahlspruch der Maristen. Ob ein Schüler an der Maristen Realschule zum Maristen wird, ist ganz allein seine Entscheidung. Die Schulgemeinschaft freut sich natürlich auf viele neue Maristen, die sich zusammen mit ihnen auf den Weg machen.

Am Ende der Predigt stellte der Schulseelsorger, Herr StauCham2dner, den Schülern das Be­grüßungsgeschenk vor: Einen hoch­wertigen Schlüsselanhänger, in der Mitte des Anhängers eine gesichts­lose Frau. Das ist beabsichtigt. Wenn der Schüler sich entscheidet sein Leben im Sinne Marias zu leben, dann wird er zum lebendigen Gesicht Mariens in dieser Welt. Die­ses symbolische und auch prakti­sche Geschenk soll die Schüler ihr ganzes Schulleben und darüber hi­naus begleiten.

Am Ende der Eucharistiefeier segnete der Kaplan von St. Jakob die Schlüsselanhänger und der Direktor der Schule, Herr Maier, überreichte den Schülern zusammen mit guten Wünschen dieses symbolhafte Geschenk.

Cham: Motorradwallfahrt der Maristen nach Bozen

Das Ziel der diesjährigen Motorradwallfahrt ehemaliger Maristen-Schüler war das Benediktinerkloster Muri-Gries in Bozen. Die Wallfahrer starteten am Studienheim der Maristen mit einem Segensgebet des Organisators, dem Religionslehrer Hans Staud­ner. Die Gruppe fuhr über München, Mittenwald und Brenner zum Penser Joch. Dort trafen sie sich mit Pater Otto Grillmeier, der in das Südtiroler Kloster eingetreten war. Pater Otto ist ein passionierter Motorradfahrer. Er führte die Gruppe über verschlun­gene Wege, die aufgrund ihrer Enge und Abschüssigkeit manchem Biker regelrecht den Schweiß auf die Stirn trieb. Nach dem Zimmerbezug übernahm Pater Otto die Klos­terführung. Die circa 800 Jahre alte Anlage war ursprünglich eine Burg. Das Kloster beherbergt einen fast 3 Hektar großen Weinberg. Durch den Wein- und Obstanbau können die 11 Mönche ihre Aufgaben, wie beispielsweise die Pfarreien und das Studen­tenwohnheim wirtschaftlich gut bewältigen.

Vor dem Abendessen nahmen die Teilnehmer am Vespergebet der Mönche teil. Danach lud sie ihr Gastpater zu einer Weinverkostung der Klosterweine ein.

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Das Wetter am nächsten Tag war durchwachsen, so dass die Gruppe bei Regen startete. Es ging über den Mendelpass Richtung Gardasee. Auf dem Weg dorthin mussten die Biker leider eine unliebsame Begegnung mit italienischem Teer machen. Frischer Teer plus Regen minus Gefahrenhinweise führte zum Sturz des voranfahrenden Paters und für den nachfolgenden Religionslehrer zur Bekanntschaft mit einem abgeernteten Feld. Nachdem die Blessuren verarztet und die Motorräder wieder fahrsicher waren, ging es für die Gruppe weiter zum Gardasee und über Arco zurück zum Kloster. Der Unfall hatte allerdings so viel Zeit gekostet, dass die geplante Messe ausfiel. Am Abend konn­ten die Motorradfahrer in der Winterkapelle der Mönche den Tag Revue passieren lassen. Die Andacht endete mit einem Dank- und Segensgebet.

Beim anschließenden Ausklang diskutierten die Biker noch sehr lebhaft über die Tour und das Leben der Benediktinermönche. Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Wallfahrer von Pater Otto mit einer Morgenandacht verabschiedet. Die Heimfahrt war jedoch durch Regen und Wind geprägt. Und dennoch freuten sich alle, dass sie dabei waren. Die Erlebnisse dieser Tage werden in Manchem noch lange nacharbeiten.

Marion Donnerbauer

 

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