24 August 2015

Maristen in Europa


Treffen des Netzwerks maristischer Kommunitäten in Europa

Vor drei Jahren führte die Kommission „Brüder heute“ auf Verlangen der Europäischen Konferenz der Maristen (CEM) ein erstes Treffen von Brüdern aus neu gegründeten Kommunitäten in den Provinzen von Europa durch. Vom 8. bis zum 12. August fand nun in El Escorial (in der Nähe von Madrid) ein zweites Treffen statt, das dem ersten sehr ähnlich war: Es war eine Gelegenheit für Brüder und Laien mit einer engen Betei-ligung an deren Projekten, Erfahrungen auszutauschen, Themen, die alle angehen, zu vertiefen und das Netz untereinander zu konsolidieren.

Man hatte für dieses Treffen folgendes Thema gewählt: Die Freude des Marist-Seins in einem internationalen Institut feiern. Frater Albert André war der Vertreter unserer Provinz im Team, das das Treffen veranstaltete; die Teilnehmer waren die Fratres Pol Grégoire, Maurice Godenir und Roger Davids aus Malmedy, Roberto Di Troia und Albert André aus Arlon (Frater René Paulus war aus gesundheitlichen Gründen ver­hindert) und Robert Thunus aus Habay.

EscorialGroep

Am 8. August wurden alle 37 Teilnehmer, darunter drei Ehepaare, empfangen und sie machten Bekanntschaft miteinander.

Am ersten Tag nahmen wir uns nach der Eucharistie am Morgen Zeit dafür, einzeln unsere Geschichte im Licht der Vorschläge von Papst Franziskus zu lesen: Die Ver­gangenheit mit Dankbarkeit betrachten. Anschließend teilten wir unsere Ge­danken dazu in kleinen Gruppen. Das Nachmittagsprogramm umfasste einen Besuch des Königspalastes und Klosters von El Escorial. Um den Tag zu beschließen, hatte unsere Provinz ein abendliches Gebet im Stil von Taizé vorbereitet.

Der zweite Tag lud uns ein, Die Gegenwart mit Leidenschaft zu erleben. In diesem Rahmen gab jede Kommunität eine Präsentation über die Frage, wie sie eine der drei Kernpunkte für die Zukunft, die während des Internationalen Treffens für Maristische Mission (Nairobi, September 2014) hervorgehoben wurden, in die Praxis umzusetzen sucht: Prophetie, Mystik, Verbundenheit. Nach jedem Thema konnten wir in Gruppen darüber sprechen, was uns dabei besonders angesprochen hat. So entstand ein gutes Bild der Morgenröte der neuen Zeiten, die im Leben unserer Kommunitäten schon sichtbar ist. All diese Realitäten ließen sich wie von selbst im Gebet zusammen­fassen. Am Ende des Tages wurde Der Junge mit dem Fahrrad vorgeführt, ein belgi­scher Film der Brüder Dardenne, der von einem kleinen Jungen handelt, der von sei­nem Vater seinem Schicksal überlassen wird, aber dann einer Frau begegnet, die sich um ihn kümmert. Das Gesicht eines jungen Montagne von heute, das viele Maristen in ihrer Missionsarbeit schon antreffen konnten…

EscorialViering   EscorialWerk

Der dritte Tag richtete sich auf die Zukunft aus: Hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Am Morgen gab Frater Antonio Ramalho, Generalrat, eine Einführung, in der er zeigte, in welchem Punkt die Aufrufe, die wir in den letzten Jahren im Institut hören, übereinstimmen: Sie bilden die Anfänge eines „neuen Beginns“, der mit dem 200-jährigen Bestehen des Instituts zusammenfällt. Wieder konnten wir in Gruppen über die Aufrufe, die wir selbst gespürt haben, sprechen. Schließlich konnten wir unsere Ge­danken auf Provinzebene austauschen. Das Treffen endete mit einer Eucharistie und einem Barbecue in festlicher Atmosphäre. Die Teilnehmer boten sich gegenseitig an, in den nächsten Monaten eine oder mehrere der anderen Kommunitäten zu besuchen, um dieses Netz der Kommunitäten fester zu knüpfen – eine besonders anregende Erfah­rung für die Zukunft.

Frater Robert Thunus

Ein weiterer Artikel über dieses Treffen ist hier erschienen:  http://www.champagnat.org/400.php?a=6&n=3694

EscorialBelgie   EscorialBBQ

 

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