15 Februar 2017

Maristen in der Welt


Vom Privileg ein Maristen-Schüler zu sein

Die Maristen-Realschule Cham sieht sich dem internationalen Erbe ihres Ordens­grün­ders Marzellin Champagnat verpflichtet und unterstützt seit vielen Jahrzehnten ver­schie­dene maristische Hilfsprojekte in ärmeren Ländern. Durch diese weitreichenden Kontakte bedingt, kommen Fratres oder andere dem Maristenorden verpflichtete Per­sonen aus aller Welt an die Maristen-Realschule Cham und informieren die Schüler aus erster Hand über Kultur, Besonderheiten und Probleme des jeweiligen Landes.

Deshalb besuchten auch Frau Renate Hacker (CMI) und die Abgesandte Rebecca Brom­head („Three2Six“) die Chamer Realschule. Für die Maristen-Schüler ist dies immer ein äußerst interessantes und aufregendes Ereignis.

      

Das derzeit unterstützte Projekt „Three2Six“ kümmert sich an der Sacred Heart-Schule in Johannesburg/Südafrika um Kinder, die mit ihren Familien oder alleine aus kriegs­geschüttelten zentralafrikanischen Staaten in Richtung Süden nach Südafrika geflohen sind und dort verarmt und entwurzelt keine Aussicht auf Ausbildung und kindgerechte Betreuung haben.

Rebecca Bromhead, eine Abgesandte dieser Einrichtung, die sich zur Zeit in Deutsch­land aufhält, informierte die Schüler der 10. Klassen in englischer Sprache über die Si­tuation dieser Flüchtlingskinder und über die Hilfe und Zuwendung, die den He­ran­wachsenden an ihrer Maristen-Schule geschenkt wird. Sie werden dort versorgt und er­halten nachmittags (von 3 bis 6 Uhr – Three2Six) Unterricht in Mathematik, Eng­lisch und anderen „skills for life“.

Bei den interessanten Ausführungen wurde den Schülern klar, dass aktuelle Flücht­lings­bewegungen nicht nur von Süden nach Norden, also nach Europa, sondern auch von Norden nach Süden erfolgen. Sie erkannten, dass Flucht vor Armut, Terror und Krieg ein internationales Problem darstellt und großherzige Hilfe dringend geboten ist.

Die engagierte Referentin wies die Schüler darauf hin, dass die Maristen unter der Be­zeichnung „compassion“ (Mitgefühl/Mitleid) ein Projekt ins Leben gerufen haben, das jungen Menschen, vorzugsweise ehemaligen Maristen-Schülern, einen sozial-hel­fe­ri­schen Einsatz in einer ihrer vielen Einrichtungen im Ausland ermöglichen will. Jeder Schulabgänger nach Vollendung des 18. Lebensjahres kann sich für einen solchen Ein­satz bewerben.

Eine derartige helferische Tätigkeit ist nicht nur wertvoller Dienst am Nächsten, son­dern erweitert auch den eigenen Horizont, fördert die Weltoffenheit und ist probates Mittel der positiven Charakterbildung. Freilich, eine Portion Mut gehört dazu, aber ansonsten steht den Maristen-Schülern die ganze Welt offen.

                         www.maristen-realschule.de/de/aktuelles/startseite/three2six2017.php                                                           

Direktor Maier überreicht der Abgesandten des Projekts „Three2Six“ einen Scheck
zur Unterstützung der wichtigen Arbeit für Flüchtlingskinder in Südafrika.

(Von links nach rechts: Direktor Josef Maier, die Three2Six-Verantwortliche Rebecca Bromhead, Lehrkraft Johann Staudner, Frank Aumeier 1. Vorsitzender der Freunde der Maristen-Realschule Cham e. V. und Lehrkraft Johanna Aschenbrenner)

 

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