14 November 2018


Weggehen und Heimkommen – Christliche Jüngerschaft

Workshop I

Weggehen und Heimkommen – Christliche Jüngerschaft

Vom 26. – 28. Oktober trafen sich Brüder und Laienmaristen aus unserer ganzen Provinz in Mindelheim für den Workshop mit dem Thema: Weggehen und Heimkommen – Christliche Jüngerschaft“. Frater Sean Sammon, ehemaliger Generalsuperior, leitete diesen Workshop.

Frater Sean erinnerte uns alle daran, dass unser Leben in vorgerücktem Alter eine Zeit ist, wo wir dankbar auf unsere Lebenserfahrungen zurückblicken können. Die Herausforderungen für uns alle bestehen dann darin, dass wir unsere Erfahrungen in Weisheit umwandeln müssen. Ein solches Stück Weisheit ist nach Frater Sean, vergangene Verletzungen und Schwierigkeiten ruhen zu lassen. Wir alle wurden auf unserem Weg durchs Leben verletzt; darum ist es wichtig, unseren inneren Frieden zu finden. Er ermutigte uns als Teilnehmer dagegen, dass Gott in Liebe auf uns schauen möge. Denn, so fuhr Frater Sean weiter, Nachfolge Christi im späteren Alter bedeutet nichts anderes als mit den Fragen zu kämpfen: „Wie kann ich meinem Leben einen größeren Sinn geben? Wie lebe ich jenseits meiner seelischen Ängste und Zwänge, um das Leben anderer Menschen sinnvoller zu machen?“  Diesen Herausforderungen sollte sich, meint Frater Sean, jeder der Teilnehmer stellen.

Das Wochenende war eine sehr nützliche Zeit für persönliche Überlegungen und gemeinsamen Begegnungen als Provinz. Die Mindelheimer Kommunität mit seinen Mitarbeitern hat alles getan, damit sich die Gäste in dem neu gebauten Haus für Berufsschüler wohl fühlen konnten. Wir spürten eine große maristische Gastfreundschaft untereinander. Und wir konnten auch den ersten Schnee in diesem Jahr erleben!

Es ist immer gut und schön, Gelegenheiten zu finden, um uns als Provinz zu treffen. Dieser Workshop präsentierte uns die besten Zutaten: ein anregender und nachdenklicher Workshop, mit einem ausgezeichneten Moderator, eine große Mischung maristischer Teilnehmer und, nicht zu vergessen, eine große Gastfreundschaft mit schöner Unterkunft. Danke an alle, die teilnahmen und die alles organisierten!

WORKSHOP II 29. -30.10.

Unsere Brüder unterstützen

Für diesen II. Workshop am Montag und Dienstag mit dem Thema „Unsere Brüder unterstützen“ hatte Frater Provinzial Brendan 20 Brüder eingeladen. Geleitet wurde dieser wiederum von Frater Sean Sammon.

Es ging grundsätzlich um die Frage, wie man Brüdern umgehen soll, die in den verschiedenen Gemeinschaften gewisse Probleme bereiten. Wie kann man mit solchen Herausforderungen in brüderlichem Sinn umgehen, sei es im äußeren Verhalten, sei es mit zunehmendem Alter. Solche Herausforderungen können sein: schwieriges Benehmen, Alkohol, Depressionen, langsamer Verlust des Gedächtnisses (Alzheimer), Sorgen und Angst.

Frater Sean schlug in seinem gewöhnlich lakonischen Stil Mechanismen vor, wie man mit solchen Schwierigkeiten umgehen kann und ermutigte die Teilnehmer, diese im sympathischer, aber direkter Art anzugehen. Wichtig dabei sind Treffen mit der ganzen Gemeinschaft, um solche Probleme anzusprechen und Lösungen anzubieten. Er schlug Strategien vor, die der Leiter des Treffens (Superior) vor dem gemeinsamen Treffen vorbereitet hat, die aber je nach Alter und Bildung des schwierigen Bruders abgewogen sein müssen.

Frater Sean verstand es, viele Beispiele und Anekdoten aufzuzeigen, die er in seinem Leben bisher erlebt hat. Ein Beispiel von ihm selbst: Ein guter Freund von ihm machte ihm nach einem sehr schönen Abend auf einige seiner Charaktereigenschaften aufmerksam, die ihn erstaunten und die er so zuerst nicht annehmen wollte, ja als fast unwahr und beleidigend ansah. Nach einiger Zeit merkte er, dass sein Freund recht hatte, weil er ihn auf einen „blinden Fleck“ aufmerksam machte, den er bisher nicht so sah und nun dankbar war, dass er ihn in Offenheit darauf hinwies. Darf man also offen sein und seinem Mitbruder die Wahrheit sagen, eventuell mit der Folge, dass der Mitbruder beleidigt ist? Welche Strategie ist notwendig, damit sich der Brüder ändern kann?

Es waren zwei wunderbare und anstrengende Tage mit diesem Thema. Vielen Dank an Frater Sean für seine spirituellen und praktischen Ratschläge. Ich bin sicher, dass wir alle Mindelheim verließen und besser gelernt haben, wie man mit älteren Brüdern „brüderlich“ umgehen kann.

 

5 November 2018


Maristisches Treffen über Kinderschutz in Brüssel

Am 04. September 2018 fand in Brüssel ein Treffen mit dem Thema über den Schutz von Kindern, von Jugendlichen und von Personen in verwundbaren Situationen statt. Dreizehn Brüder nahmen daran teil.

Das Treffen wurde von Herrn Herman Cosijns, Sekretär der Bischofskonferenz, und Frau Micheline Cara aus der juristischen Abteilung des interdiözesanen Zentrums organisiert.

Bei dieser Begegnung ging es um das von der Kirche in Belgien festgelegte Vorgehen, wie man auf Klagen von Missbrauchsopfern, begangen durch Priester und Ordensleute, antworten soll.

Die Haltung der Kirche in der Vergangenheit wurde in großen Linien aufgezeigt. Man muss heute die Kluft klar erkennen, die zwischen dem Schutz der Institution und dem Alleingelassensein der Opfer bestand. Dies führte zu einer Zusammenarbeit wischen Kirche und Staat, die nun gute Früchte zeigt. Die Opfer konnten ihre Klagen vorbringen und ihr Leiden ist bewusst geworden.

Die beiden Animatoren haben von der Gegenwart und der Zukunft gesprochen und die Brüder aufgefordert, wachsam zu bleiben und Mittel zu ergreifen, dies zu auch weiterhin zu sein. Sie haben ihre Zufriedenheit über das mutige Vorgehen der Brüder ausgesprochen und über die beiden herausgegeben Büchlein und forderten sie auf, alles in die Praxis umzusetzen und nicht auf die lange Bank zu schieben.

Andere aktuelle Themen wurden ebenfalls angesprochen, wie zum Beispiel der Schutz der persönlichen Daten.

Frater Provinzial Brendan Geary danke am Schluss den beiden Organisatoren und den Brüdern, die an diesem Morgen nach Brüssel gekommen sind. Nun können auf der Basis der besprochenen Themen die schon getroffenen Regelungen eine Umgebung schaffen, die für alle zu einem gesunden und günstigen  Wohlergehen beiträgt.

17 Oktober 2018


Eine Ehrung für Frau Ria Walk

Eine Ehrung für Frau Ria Walk

Am 08. September 2018 wurde Frau Ria Walk in einer Feierstunde von den Maristenbrüdern in Westerhelling in Nijmegen verabschiedet.

Sie hat 31 Jahre im Haus Westerhelling gearbeitet im Dienst an den Brüdern, den Gästen und Gruppen, die das Haus besuchten. In den letzten Monaten war sie wegen aufkommender Krankheit schon nicht mehr da und bedauerte von ganzem Herzen, bei den Brüdern nicht mehr ihren normalen Dienst tun können.

Ihr Arbeitsvertrag sah anfangs vor, häusliche Arbeiten in der Kommunität der Brüder zu verrichten. Ende der 80er Jahre vermehrten sich in Westerhelling die Treffen der Ausbildung und des religiösen Nachdenkens, was für Ria und ihrer Kollegin zusätzliche Arbeit bedeutete, weil die Zimmer hergerichtet werden mussten und für manchmal 15 Personen das Essen zubereitet werden musste. Ria war eine gute Köchin und liebte das Kochen. Und die „anwesende Kundschaft“ und die Brüder schätzten ihre Kochkünste, natürlich!!!

Im Laufe der 90er Jahre kamen einige Flüchtlinge und vergrößerten so die Gemeinschaft. On nun an musste sie sich um 12 Personen kümmern und das geeignete Essen dafür vorbereiten.

Ab 2000 wurde Westerhelling das Provinzialhaus der neuen Provinz Europa-Zentral-West. Ria hat sich an die neue Situation gewöhnt und war, wie immer, bereit, den Brüdern und anderen Personen zu dienen, die aus Deutschland, Belgien oder Großbritannien kamen. Sie hatte keine Probleme, um sich mit den Gästen aus verschiedenen Ländern verständlich zu machen. Jeder verstand ihre Gestik.

Bei der Feier eines Jubiläums der Brüder schenkte Ria der Kommunität einen sehr schönen, von ihr gestalteten Wandteppich mit der Darstellung der Jungfrau Maria. Heute hängt dieser Wandschmuck im Speisezimmer des Hauses. Sicherlich verlangte dies von ihr zahlreiche zusätzliche Arbeitsstunden. Dies zeigt einmal mehr, wie stark sie in das Leben der Kommunität eingebunden war.

Ria erhielt für ihre hingebungsvolle Arbeit, für ihren gesunden Humor und ihr befreiendes Lachen die päpstliche Auszeichnung „Pro Ecclesia et Pontifice“. Dies ist ein sehr verdientes Dankeschön für ihre lange Karriere im Dienst der Ordenskommunität. Ihre Tätigkeit war eine kostbare und wichtige Hilfe für die apostolische Arbeit der Brüder.

Ria kann mit Stolz und Dankbarkeit auf diese wunderbaren Jahre zurückblicken.

Ein festliches Mittagessen als Endpunkt des Festes versammelte um den gleichen Tisch die Mitglieder ihrer Familie, gute Bekannte, Freunde und Kollegen. Alle Anwesenden wünschten ihr noch viele Jahre im Ruhestand.

7 Oktober 2018


Sommercamp in Kenia – Orore 2018

Sommercamp in Kenia – Orore 2018

Wie vor zwei Jahren, so machte sich auch dieses Jahr wieder eine Gruppe von 11 meist jungen Leuten, die seit Jahren mit den Maristenbrüder verbunden sind, auf den Weg nach Orore. Dies waren Jasmin Nimar aus dem Cmi-Team, Wolfgang Hacker, Sportlehrer am MK, und Frater Michael sowie 8 junge Erwachsene, davon 5 ehemalige Maristen-Volontäre aus Mindelheim.

Orore ist ein Fischerdorf am Viktoriasee, wo es eine Maristenkommunität und die „Our-Lady-of-Orore Primary School“ mit Internat gibt. 

Das Sommercamp ging über zwei Wochen, in denen ein Teil der Schüler und auch einige Dorfkinder über die Ferien in der Schule bleiben durften, anstatt nach Hause zu fahren. Die ca. 65 Kinder hatten die Möglichkeit, am Vormittag etwas Praktisches, Schönes oder einfach Interessantes zu basteln und am Nachmittag, auf der großen Sportwiese des Geländes, beim Sport ihr Interesse für neue und altbewährte Spiele wie Fußball oder Netball zu zeigen. Das Programm wurde völlig von dem Mindelheimer Team geplant und durchgeführt. Vier Lehrer der Schule und die Brüder der Kommunität halfen tatkräftig bei der Durchführung mit.

Das kurzfristige Ziel des Camps wurde mit Sicherheit erfüllt: Den Waisenkindern oder den aus schwierigen Familien kommenden Kindern ein sicheres Umfeld zu bieten, wo sie einfach nur Kinder sein können und wo Spaß und sie selbst als Individuum an erster Stelle stehen. Manchmal brauchte es dazu nicht viel, um ein Kind glücklich zu machen; da reichen auch schon selbstgemischte Seifenblasen oder improvisierte Zwischenspiele.

Damit das Sommercamp für die betreuten Kinder aber auch nachhaltig eine Wirkung hat, möchten die Volontäre nach ihrer Rückkehr in Deutschland mit Vorträgen und persönlicher Werbung über die Umstände dieser Kinder informieren und für besonders bedürftige Kinder um Schulpatenschaften werben. Das Schulgeld, mit dem alle Kosten für ein Schuljahr abgedeckt sind (Schule, Internat, Verpflegung, Schuluniform…) beträgt 400 Euro. Falls Sie mehr Informationen darüber erhalten oder selbst eine persönliche Schulpatenschaft für ein bestimmtes Kind übernehmen wollen, können Sie sich gerne an einen der Teilnehmer oder an das Cmi-Büro in Mindelheim (Tel.Nr.: (+49) 08261/220 24 60 oder Email: jasmin.nimar@maristen.org ) wenden.

Für alle 11 Teilnehmer aus Deutschland, aber auch für die Brüder und Lehrer vor Ort und vor allem für die Kinder, waren die gemeinsamen Tage eine wunderbare Zeit, geprägt von tiefen Erfahrungen, z. T. mit privaten Erfahrungen und Erkenntnissen, aber vor allem mit freudigen Begegnungen. Das Feedback war von allen Seiten so positiv, dass bereits jetzt schon für 2020 ein drittes Summercamp ins Auge gefasst wurde.

26 September 2018


Frater Hans Seubert besucht die Brüder in Furth

Frater Hans Seubert besucht die Brüder in Furth

Am Montagnachmittag kam F. Hans Seubert nach Furth auf Besuch. Er befindet sich gerade auf Heimaturlaub und hat die Brüder in Furth besucht. F. Hans geht es inzwischen besser, denn er hatte vor zwei Wochen eine schwere Malariaattacke, von der er sich langsam erholt. Nach seiner Ankunft in Deutschland unterzog er sich einer gründlichen Untersuchung im Tropischen Institute in Würzburg. Bis jetzt hat er noch keine Rückmeldung und kein Ergebnis über den Test.

Er war sehr froh seine früheren Noviziats Kollegen F. Ehrenbert Steinkirchner und F. Heinrich Schamberger wiederzusehen. Beide sind jetzt nach 60 Jahren wieder in Furth zusammen in der Kommunität.

  1. Hans der mit F. Andreas über 30 Jahre zusammen in Kenia wirkt meinte bei seinem Besuch, dass er die beiden Brüder Ehrenbert und Andreas beneidet, da sie sind etwas besser gebaut sind. An seiner hageren Gestallt kann jeder erkennen, dass afrikanische Lebensweise einen Mann wie F. Hans auch zeichnen und prägen kann.

Obwohl sein Besuch kurz war hat er wohl gefühlt und die Zeit mit den Brüdern genossen.

Wir wünschen F. Hans eine baldige Genesung

Uns einen erholsamen Urlaub, sodass er nach zwei Monaten gestärkt seine Aufgabe in Ramba/Kenia wieder aufnehmen kann.

13 September 2018


Erstes Maristisches Laientreffen in den USA

Erstes Maristisches Laientreffen in den USA

Es war ein besonderes Privileg, beim ersten maristischen Laientreffen in den USA vom 18.- 20. Juli dabei zu sein. Das Treffen fand im Exerzitienzentrum der Redemptoristen in Long Branch New Jersey statt, an dem 75 Laienmaristen und einige Brüder teilnahmen, darunter auch der Provinzial Frater Pat McNamara. Er war eine wirklich freudige Erfahrung mit einem großen Zusammengehörigkeits-gefühl und einer starken spirituellen Erfahrung.

Das Treffen wurde moderiert von Pep Buetas, dem Co-Direktor der Laien in Rom, und Patti Rios von Mexiko, der der Champagnat-Bewegung angehört.

Der Verlauf der Konferenz zeigte klar auf, dass jede maristische Gruppe drei Elemente für Leben, Reflektion, Gemeinschaftserfahrung und Aktionsplan haben muss.

Die erste Übung erlaubte den Teilnehmern, sich an drei Gruppen zu beteiligen und Erfahrungen zu identifizieren, welche oben angeführte Elemente bezüglich maristischen Charisma am meisten attraktiv waren.

Danach folgten von Pep und Patti zwei Präsentationen. Pep sprach über die gedankliche Entwicklung der Laienmaristen bei den verschiedenen Generalkapiteln und in maristischen Dokumenten, besonders in „Wasser aus dem Felsen“ und Versammelt um den gleichen Tisch“. Es ist klar, dass das erste Stadium darin bestand, das Charisma zu sehen und zu entdecken. Darauf folgte gewöhnlich eine Begegnung mit einem Bildungsprogramm und verschiedene Stufen des Engagements, je nach persönlicher Erfahrung.

Patti zeigte in ihrer Präsentation die Entwicklung der Champagnat-Bewegung von ihrem Beginn durch Frater Charles Howard im Jahr 1980 auf.  Es ist interessant, dass in der Englisch sprechenden Welt diese Bewegung nie Attraktion gewann. Seit 2012 wurde da Programm überarbeitet, um es Laien freundlicher zu machen.

Andere Bereiche der Konferenz enthielten ein Brainstorming über das, wie eine Laienvereinigung aussehen könnte und eine Reihe von Vorschlägen, wie eine Grundlage einer solchen Bewegung aussehen könnte.

Es war klar, dass eine Organisationsteam entstehen müsste, die verschiedenen Vorschläge anzuschauen und einen Aktionsplan zu erstellen. Kommunikation und Ausbildung sind sicherlich zwei Schlüsselworte, die für die Entwicklung einer Laienorganisation entscheidend sein würden. Eine andere interessante aber sehr realistische Schlussfolgerung war, dass eine Finanzquelle für die Laienbewegung gefunden werden muss.

Ich schätzte die Gelegenheit sehr, bei einem solchen historischen Moment dabei zu sein, als es darum ging, einen maristische Laiengruppe in den USA zu schaffen und danke allen Teilnehmern für die gute Aufnahme, die ich erlebte.

Frater P.J.McGowan


Einkehrtage in Genval

Einkehrtage in Genval

Genval wollte ein wenig Erinnerungen an Rio Negro in Kolumbien wachrufen. Ja wirklich, der Einkehrtag, für den Brüder aus der Kommunität und andere Brüder aus Belgien eingeladen wurden, hatte als Thema das letzte Generalkapitel. Einige Laien haben sich uns angeschlossen, um so den zweiten Tag in Verbindung mit den Brüdern zu leben.

Vom 23. – 25. August haben wir drei Aufforderungen des Kapitels näher betrachtet:

„Jesus, wandle uns und sende uns:

–             Als charismatische weltweite Familie, Leuchtturm der Hoffnung in dieser turbulenten Welt.

–             Gesicht und Hand deiner liebenden Barmherzigkeit zu sein.

–             Inspiriere unsere Kreativität, damit wir Brückenbauer sind.

Während dieser drei Tage versuchten wir, uns von diesen Anrufen treffen zu lassen. Dies verhindert die Falle, in der wir leicht geraten können, wenn wir die Dokumente in einen Ordner einheften oder sie in eine Schublade legen und sie vergessen. Sie wurden uns gegeben und ans Herz gelegt, um uns zu ermutigen, unseren Schritt auf neuen Wege zu lenken, die manchmal in unserem konkreten Alltag nicht gegangen wurden.

Diese Tage erlaubten uns auch, uns für das heutige maristische Leben zu interessieren, nicht nur hier in Genval oder in Belgien, sondern überall auf den fünf Kontinenten. Dies ist eine der Früchte eines Generalkapitels, uns mit der weltweiten Maristenwelt zu verbinden. Es ist wahrscheinlich die erste Brücke, die wir bauen können. Dies erlaubt uns auch, ein konkretes Verständnis für die Zugehörigkeit zu einer weltweiten Familie zu haben.

9 September 2018


Ein maristisches Netzwerk in Europa

Ein maristisches Netzwerk in Europa

Etwa zwanzig Brüder und Laien haben sich vom 08. – 12. August im Maristenzentrum Escorial in Spanien getroffen, um zum dritten Mal über das „Netzwerk der maristischen Kommunitäten in Europa“ zu sprechen.

Ein Netzwerk, das im Jahr 2011 gegründet wurde und durch CEM – Rom unterstützt wird, und das Ziel hat, einige gegenwärtige Gemeinschaften zu unterstützen und neue zu schaffen, wo ein erneuertes religiöses Leben gelebt wird. Ein Netzwerk, das erneut gelesen werden sollte, wenn man die Forderungen des letzten Generalkapitels in Kolumbien betrachtet.

Bei unserem Treffen in Escorial haben wir zuerst auf die Ergebnisse in den letzten sieben Jahre zurückgeschaut, um dann über die zukünftigen Ziele zu sprechen:

  1. Überprüfung des Sinns und der Funktion des Netzwerks in Europa.
  2. Beschreibung des Profils der Kommunitäten bezüglich gemeinschaftliches Leben, maristische Spiritualität und maristische Sendung (Mission)
  3. Antwort zu geben auf neue Anrufe
  4. Bestimmung der Art der Zugehörigkeit und Beziehung zu den anderen Kommunitäten des Netzwerks
  5. Die Verbindung mit den Gemeinschaften von LaValla200 und der Fratelli-Gruppe Beirut“ und der Begleitung dieser Kommunitäten.

Während dieser drei arbeitsreichen Tage haben wir Momente der Brüderlichkeit und des frohen Miteinanders beim Austausch in den kleinen oder großen Gruppen erlebt, ebenso bei den Mahlzeiten oder der Abendgestaltung. Mit einem Herzen voller Hoffnung kehrten wir in unsere eigenen Kommunitäten zurück.

AA.


Ein Haus für Gäste

Ein Haus für Gäste

Das Haus für Gäste in Dennenstraat (Nimwegen) hat im Monat August 2014 seine Pforten geöffnet. Das Ziel war, Jugendlichen zwischen 12 – 17 Jahren die Möglichkeit zu geben, für eine gewisse Zeit von ihren Eltern weg zu sein, ohne den Kontakt mit ihren Eltern zu verlieren. Es war übrigens vorgesehen, dass diese Jugendlichen nach ihrem Aufenthalt in unserem Gästehaus zu ihren Familien zurückkehren. Die Initiative für ein solches Haus kam von den Dominikanerinnen und den Maristenbrüdern, denen sich die Schwestern von Julie Postel danach angeschlossen haben.

Das Projekt eines solchen Hauses wurde mit der Zustimmung der Kommunalbehörden von Nimwegen gestartet. So war es einen schöne Initiative von verschiedenen Kongregationen und den städtischen Behörden. Diese selbst sahen vor, drei bis vier ähnliche Häuser in Nimwegen zu gründen.

Die Leitung des Gasthauses hat am 01. Juli 2018 entschieden, das Haus aus verschiedenen folgenden Gründen zu schließen.

Der erste Grund zur Schließung des Hauses war die Entscheidung von 2015 des Zentrale, die Jugendsozialhilfe des Staates und der Provinz den Kommunen zu geben. Dadurch entstand eine neue Dynamik. Ambulante Pflege für die Jugendlichen, die in ihren Familien blieben, wurde schnell in die Wege geleitet, wodurch die Familien von nun an auf eine besondere Hilfe zählen konnten.  Diese Entwicklung war für die Jugendlichen auch sehr positiv, weil sie in ihren Familien bleiben konnten.

Die Stadtverwaltung von Nimwegen war sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst und hat angepasste Strukturen geschaffen, um den Jugendlichen und den Familien zu helfen.

Die Initiative der Kongregation hat eine Vermittlerrolle gespielt. So schien es, dass nach vielen Gesprächen mit der Stadt die Hilfe der Kongregation nicht mehr notwendig war.

Ein anderer Grund ist, dass in den letzten Jahren unser Gästehaus mehrmals angefragt wurde, sehr schwierige Jugendliche zu übernehmen, denen wir nicht helfen konnten.

Der dritte Grund ist schnell aufgekommen, dass für solche Jugendliche die Rundumbetreuung von 24 Stunden von unserem verantwortlichen Team nicht geleistet werden konnte.

Die betroffenen Kongregationen waren über ihre Erfahrungen sehr zufrieden und die Begleiter der Jugendlichen können mit Zufriedenheit auf ihre Arbeit zurückblicken. Wir können in aller Demut sagen, dass die Jugendliche, die in unserem haus wohnten, auch sehr zufrieden waren.

Die Kongregationen können sagen, dass sie sich zu einem Zeitpunkt zusammengefunden haben, wo der Anruf sehr dringend war, und sie darauf positiv geantwortet haben. Sie können sich heute zufrieden und stolz über ihre erreichte Arbeit zurückziehen. Wir können glücklich und dankbar auf diese Erfahrungen schauen, auf das soziale Engagement der Kongregation und des Ehepaares, das für das Haus verantwortlich war. Glücklich auch darüber, dass ein ruhiger und friedvoller Empfangsraum für zahlreiche Jugendliche geschaffen wurde, die von dieser aufmerksamen Gegenwart der verantwortlichen des Hauses profitieren konnten.

3 September 2018


Besuch von gefallenen Brüdersoldaten des Ersten Weltkriegs

Besuch von gefallenen Brüdersoldaten des Ersten Weltkriegs

Vor einem Jahrhundert endete der Erste Weltkrieg. Dies war der Anlass, an jene Brüder zu denken, die während des Ersten Weltkriegs als Soldaten gestorben sind.

Von unserer Provinz haben alle fünf Länder solche Toten zu beklagen. Was die 43 deutschen Brüder angeht, so starben die meisten in den Gefechten in Belgien und Frankreich.

Durch die Beschäftigung mit den Biographien kamen die Fratres Michael, Augustin und Alois auf den Gedanken, einmal die Gräber der Brüder zu besuchen, von denen sie wussten, wo sie begraben sind.

Frater Augustin hat über den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge nachgeforscht, in welchen Militärfriedhöfen in Frankreich und Belgien Brüder beerdigt sind. So machten sich vor drei Jahren die drei Brüder auf den Weg. Von Kessel-Lo aus, wo ihnen die Brüder Gastfreundschaft anboten, starteten sie an drei Tagen zu den entsprechenden Friedhöfen.

Sie suchten die Grabstellen auf, lasen die Biographie des entsprechenden Bruders, entzündeten ein Grablicht und beteten für den verstorbenen Bruder. So konnten sie in diesen Tagen 15 gefallene Brüder besuchen. Sie wussten, dass es noch einige gibt, von denen man herausfinden kann, auf welchem Friedhof sie ruhen.

Frater Provinzial Brendan wusste von diesen Besuchen und stärkte die drei Brüder, weitere Nachforschungen anzustellen. Von drei weiteren Brüdern konnte man noch herausfinden, wo sie begraben sind.

Am 14. Juli starteten nun Frater Provinzial Brendan und Frater Alphonse von Kessel-Lo aus Richtung Colmar im Elsass, um bei den französischen Brüdern in Issenheim zwei Tage zu verbringen. In Straßburg trafen sie Frater Augustin und Frater Alois aus Mindelheim. Nach dem Besuch der Kathedrale ging es nach Issenheim weiter, wo wir bei den Brüdern übernachten konnten.

Am nächsten Tag besuchten wir den Soldatenfriedhof in Cernay – nicht weit von Issenheim – um dort das Grab des Mitbruders Frater Armandus Lamers zu besuchen. Wir hörten seine Biographie, beteten und sangen das Salve Regina. Am selben Tag besuchten wir auch den hart umkämpften Hartmanswillerkopf, wo viele Tausende Soldaten gefallen sind und natürlich auch das wunderbare Museum „Unter den Linden“ in Colmar.

Am 16. Juli verließen wir die Brüder in Issenheim und fuhren Richtung Pfalz, um in St. Martin Frater Winfried Schreieck zu treffen, dessen Neffe eine Weinhandlung hat.

Wir verbrachten dort die Nacht und brachen am 17. Juli Richtung Reims auf, um dort zwei weitere Friedhöfe zu besuchen, wo Brüder begraben sind. Frater Josef Lambert Reith liegt auf dem Friedhof in St. Etienne-à-Arnes (gefallen im April 1918) und Frater Josef Bergner auf dem Soldatenfriedhof in Warmériville (gefallen im September 1917). Auch hier beteten wir und empfahlen der Mutter Gottes die Brüder.

Nach dem Besuch der Kathedrale von Reims ging es Richtung Kessel-Lo, wo wir gegen Abend ankamen.

Wir wissen nicht, ob Angehörige das Grab der toten Brüder schon früher besucht haben. Wir waren sicherlich die Ersten von uns Brüdern. Mögen sie alle im Frieden Gottes ruhen.

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