14-11-2018


Weggehen und Heimkommen – Christliche Jüngerschaft

Workshop I

Weggehen und Heimkommen – Christliche Jüngerschaft

Vom 26. – 28. Oktober trafen sich Brüder und Laienmaristen aus unserer ganzen Provinz in Mindelheim für den Workshop mit dem Thema: Weggehen und Heimkommen – Christliche Jüngerschaft“. Frater Sean Sammon, ehemaliger Generalsuperior, leitete diesen Workshop.

Frater Sean erinnerte uns alle daran, dass unser Leben in vorgerücktem Alter eine Zeit ist, wo wir dankbar auf unsere Lebenserfahrungen zurückblicken können. Die Herausforderungen für uns alle bestehen dann darin, dass wir unsere Erfahrungen in Weisheit umwandeln müssen. Ein solches Stück Weisheit ist nach Frater Sean, vergangene Verletzungen und Schwierigkeiten ruhen zu lassen. Wir alle wurden auf unserem Weg durchs Leben verletzt; darum ist es wichtig, unseren inneren Frieden zu finden. Er ermutigte uns als Teilnehmer dagegen, dass Gott in Liebe auf uns schauen möge. Denn, so fuhr Frater Sean weiter, Nachfolge Christi im späteren Alter bedeutet nichts anderes als mit den Fragen zu kämpfen: „Wie kann ich meinem Leben einen größeren Sinn geben? Wie lebe ich jenseits meiner seelischen Ängste und Zwänge, um das Leben anderer Menschen sinnvoller zu machen?“  Diesen Herausforderungen sollte sich, meint Frater Sean, jeder der Teilnehmer stellen.

Das Wochenende war eine sehr nützliche Zeit für persönliche Überlegungen und gemeinsamen Begegnungen als Provinz. Die Mindelheimer Kommunität mit seinen Mitarbeitern hat alles getan, damit sich die Gäste in dem neu gebauten Haus für Berufsschüler wohl fühlen konnten. Wir spürten eine große maristische Gastfreundschaft untereinander. Und wir konnten auch den ersten Schnee in diesem Jahr erleben!

Es ist immer gut und schön, Gelegenheiten zu finden, um uns als Provinz zu treffen. Dieser Workshop präsentierte uns die besten Zutaten: ein anregender und nachdenklicher Workshop, mit einem ausgezeichneten Moderator, eine große Mischung maristischer Teilnehmer und, nicht zu vergessen, eine große Gastfreundschaft mit schöner Unterkunft. Danke an alle, die teilnahmen und die alles organisierten!

WORKSHOP II 29. -30.10.

Unsere Brüder unterstützen

Für diesen II. Workshop am Montag und Dienstag mit dem Thema „Unsere Brüder unterstützen“ hatte Frater Provinzial Brendan 20 Brüder eingeladen. Geleitet wurde dieser wiederum von Frater Sean Sammon.

Es ging grundsätzlich um die Frage, wie man Brüdern umgehen soll, die in den verschiedenen Gemeinschaften gewisse Probleme bereiten. Wie kann man mit solchen Herausforderungen in brüderlichem Sinn umgehen, sei es im äußeren Verhalten, sei es mit zunehmendem Alter. Solche Herausforderungen können sein: schwieriges Benehmen, Alkohol, Depressionen, langsamer Verlust des Gedächtnisses (Alzheimer), Sorgen und Angst.

Frater Sean schlug in seinem gewöhnlich lakonischen Stil Mechanismen vor, wie man mit solchen Schwierigkeiten umgehen kann und ermutigte die Teilnehmer, diese im sympathischer, aber direkter Art anzugehen. Wichtig dabei sind Treffen mit der ganzen Gemeinschaft, um solche Probleme anzusprechen und Lösungen anzubieten. Er schlug Strategien vor, die der Leiter des Treffens (Superior) vor dem gemeinsamen Treffen vorbereitet hat, die aber je nach Alter und Bildung des schwierigen Bruders abgewogen sein müssen.

Frater Sean verstand es, viele Beispiele und Anekdoten aufzuzeigen, die er in seinem Leben bisher erlebt hat. Ein Beispiel von ihm selbst: Ein guter Freund von ihm machte ihm nach einem sehr schönen Abend auf einige seiner Charaktereigenschaften aufmerksam, die ihn erstaunten und die er so zuerst nicht annehmen wollte, ja als fast unwahr und beleidigend ansah. Nach einiger Zeit merkte er, dass sein Freund recht hatte, weil er ihn auf einen „blinden Fleck“ aufmerksam machte, den er bisher nicht so sah und nun dankbar war, dass er ihn in Offenheit darauf hinwies. Darf man also offen sein und seinem Mitbruder die Wahrheit sagen, eventuell mit der Folge, dass der Mitbruder beleidigt ist? Welche Strategie ist notwendig, damit sich der Brüder ändern kann?

Es waren zwei wunderbare und anstrengende Tage mit diesem Thema. Vielen Dank an Frater Sean für seine spirituellen und praktischen Ratschläge. Ich bin sicher, dass wir alle Mindelheim verließen und besser gelernt haben, wie man mit älteren Brüdern „brüderlich“ umgehen kann.

 

5-11-2018


Maristisches Treffen über Kinderschutz in Brüssel

Am 04. September 2018 fand in Brüssel ein Treffen mit dem Thema über den Schutz von Kindern, von Jugendlichen und von Personen in verwundbaren Situationen statt. Dreizehn Brüder nahmen daran teil.

Das Treffen wurde von Herrn Herman Cosijns, Sekretär der Bischofskonferenz, und Frau Micheline Cara aus der juristischen Abteilung des interdiözesanen Zentrums organisiert.

Bei dieser Begegnung ging es um das von der Kirche in Belgien festgelegte Vorgehen, wie man auf Klagen von Missbrauchsopfern, begangen durch Priester und Ordensleute, antworten soll.

Die Haltung der Kirche in der Vergangenheit wurde in großen Linien aufgezeigt. Man muss heute die Kluft klar erkennen, die zwischen dem Schutz der Institution und dem Alleingelassensein der Opfer bestand. Dies führte zu einer Zusammenarbeit wischen Kirche und Staat, die nun gute Früchte zeigt. Die Opfer konnten ihre Klagen vorbringen und ihr Leiden ist bewusst geworden.

Die beiden Animatoren haben von der Gegenwart und der Zukunft gesprochen und die Brüder aufgefordert, wachsam zu bleiben und Mittel zu ergreifen, dies zu auch weiterhin zu sein. Sie haben ihre Zufriedenheit über das mutige Vorgehen der Brüder ausgesprochen und über die beiden herausgegeben Büchlein und forderten sie auf, alles in die Praxis umzusetzen und nicht auf die lange Bank zu schieben.

Andere aktuelle Themen wurden ebenfalls angesprochen, wie zum Beispiel der Schutz der persönlichen Daten.

Frater Provinzial Brendan Geary danke am Schluss den beiden Organisatoren und den Brüdern, die an diesem Morgen nach Brüssel gekommen sind. Nun können auf der Basis der besprochenen Themen die schon getroffenen Regelungen eine Umgebung schaffen, die für alle zu einem gesunden und günstigen  Wohlergehen beiträgt.

17-10-2018


Eine Ehrung für Frau Ria Walk

Eine Ehrung für Frau Ria Walk

Am 08. September 2018 wurde Frau Ria Walk in einer Feierstunde von den Maristenbrüdern in Westerhelling in Nijmegen verabschiedet.

Sie hat 31 Jahre im Haus Westerhelling gearbeitet im Dienst an den Brüdern, den Gästen und Gruppen, die das Haus besuchten. In den letzten Monaten war sie wegen aufkommender Krankheit schon nicht mehr da und bedauerte von ganzem Herzen, bei den Brüdern nicht mehr ihren normalen Dienst tun können.

Ihr Arbeitsvertrag sah anfangs vor, häusliche Arbeiten in der Kommunität der Brüder zu verrichten. Ende der 80er Jahre vermehrten sich in Westerhelling die Treffen der Ausbildung und des religiösen Nachdenkens, was für Ria und ihrer Kollegin zusätzliche Arbeit bedeutete, weil die Zimmer hergerichtet werden mussten und für manchmal 15 Personen das Essen zubereitet werden musste. Ria war eine gute Köchin und liebte das Kochen. Und die „anwesende Kundschaft“ und die Brüder schätzten ihre Kochkünste, natürlich!!!

Im Laufe der 90er Jahre kamen einige Flüchtlinge und vergrößerten so die Gemeinschaft. On nun an musste sie sich um 12 Personen kümmern und das geeignete Essen dafür vorbereiten.

Ab 2000 wurde Westerhelling das Provinzialhaus der neuen Provinz Europa-Zentral-West. Ria hat sich an die neue Situation gewöhnt und war, wie immer, bereit, den Brüdern und anderen Personen zu dienen, die aus Deutschland, Belgien oder Großbritannien kamen. Sie hatte keine Probleme, um sich mit den Gästen aus verschiedenen Ländern verständlich zu machen. Jeder verstand ihre Gestik.

Bei der Feier eines Jubiläums der Brüder schenkte Ria der Kommunität einen sehr schönen, von ihr gestalteten Wandteppich mit der Darstellung der Jungfrau Maria. Heute hängt dieser Wandschmuck im Speisezimmer des Hauses. Sicherlich verlangte dies von ihr zahlreiche zusätzliche Arbeitsstunden. Dies zeigt einmal mehr, wie stark sie in das Leben der Kommunität eingebunden war.

Ria erhielt für ihre hingebungsvolle Arbeit, für ihren gesunden Humor und ihr befreiendes Lachen die päpstliche Auszeichnung „Pro Ecclesia et Pontifice“. Dies ist ein sehr verdientes Dankeschön für ihre lange Karriere im Dienst der Ordenskommunität. Ihre Tätigkeit war eine kostbare und wichtige Hilfe für die apostolische Arbeit der Brüder.

Ria kann mit Stolz und Dankbarkeit auf diese wunderbaren Jahre zurückblicken.

Ein festliches Mittagessen als Endpunkt des Festes versammelte um den gleichen Tisch die Mitglieder ihrer Familie, gute Bekannte, Freunde und Kollegen. Alle Anwesenden wünschten ihr noch viele Jahre im Ruhestand.

7-10-2018


Sommercamp in Kenia – Orore 2018

Sommercamp in Kenia – Orore 2018

Wie vor zwei Jahren, so machte sich auch dieses Jahr wieder eine Gruppe von 11 meist jungen Leuten, die seit Jahren mit den Maristenbrüder verbunden sind, auf den Weg nach Orore. Dies waren Jasmin Nimar aus dem Cmi-Team, Wolfgang Hacker, Sportlehrer am MK, und Frater Michael sowie 8 junge Erwachsene, davon 5 ehemalige Maristen-Volontäre aus Mindelheim.

Orore ist ein Fischerdorf am Viktoriasee, wo es eine Maristenkommunität und die „Our-Lady-of-Orore Primary School“ mit Internat gibt. 

Das Sommercamp ging über zwei Wochen, in denen ein Teil der Schüler und auch einige Dorfkinder über die Ferien in der Schule bleiben durften, anstatt nach Hause zu fahren. Die ca. 65 Kinder hatten die Möglichkeit, am Vormittag etwas Praktisches, Schönes oder einfach Interessantes zu basteln und am Nachmittag, auf der großen Sportwiese des Geländes, beim Sport ihr Interesse für neue und altbewährte Spiele wie Fußball oder Netball zu zeigen. Das Programm wurde völlig von dem Mindelheimer Team geplant und durchgeführt. Vier Lehrer der Schule und die Brüder der Kommunität halfen tatkräftig bei der Durchführung mit.

Das kurzfristige Ziel des Camps wurde mit Sicherheit erfüllt: Den Waisenkindern oder den aus schwierigen Familien kommenden Kindern ein sicheres Umfeld zu bieten, wo sie einfach nur Kinder sein können und wo Spaß und sie selbst als Individuum an erster Stelle stehen. Manchmal brauchte es dazu nicht viel, um ein Kind glücklich zu machen; da reichen auch schon selbstgemischte Seifenblasen oder improvisierte Zwischenspiele.

Damit das Sommercamp für die betreuten Kinder aber auch nachhaltig eine Wirkung hat, möchten die Volontäre nach ihrer Rückkehr in Deutschland mit Vorträgen und persönlicher Werbung über die Umstände dieser Kinder informieren und für besonders bedürftige Kinder um Schulpatenschaften werben. Das Schulgeld, mit dem alle Kosten für ein Schuljahr abgedeckt sind (Schule, Internat, Verpflegung, Schuluniform…) beträgt 400 Euro. Falls Sie mehr Informationen darüber erhalten oder selbst eine persönliche Schulpatenschaft für ein bestimmtes Kind übernehmen wollen, können Sie sich gerne an einen der Teilnehmer oder an das Cmi-Büro in Mindelheim (Tel.Nr.: (+49) 08261/220 24 60 oder Email: jasmin.nimar@maristen.org ) wenden.

Für alle 11 Teilnehmer aus Deutschland, aber auch für die Brüder und Lehrer vor Ort und vor allem für die Kinder, waren die gemeinsamen Tage eine wunderbare Zeit, geprägt von tiefen Erfahrungen, z. T. mit privaten Erfahrungen und Erkenntnissen, aber vor allem mit freudigen Begegnungen. Das Feedback war von allen Seiten so positiv, dass bereits jetzt schon für 2020 ein drittes Summercamp ins Auge gefasst wurde.

26-09-2018


Frater Hans Seubert besucht die Brüder in Furth

Frater Hans Seubert besucht die Brüder in Furth

Am Montagnachmittag kam F. Hans Seubert nach Furth auf Besuch. Er befindet sich gerade auf Heimaturlaub und hat die Brüder in Furth besucht. F. Hans geht es inzwischen besser, denn er hatte vor zwei Wochen eine schwere Malariaattacke, von der er sich langsam erholt. Nach seiner Ankunft in Deutschland unterzog er sich einer gründlichen Untersuchung im Tropischen Institute in Würzburg. Bis jetzt hat er noch keine Rückmeldung und kein Ergebnis über den Test.

Er war sehr froh seine früheren Noviziats Kollegen F. Ehrenbert Steinkirchner und F. Heinrich Schamberger wiederzusehen. Beide sind jetzt nach 60 Jahren wieder in Furth zusammen in der Kommunität.

  1. Hans der mit F. Andreas über 30 Jahre zusammen in Kenia wirkt meinte bei seinem Besuch, dass er die beiden Brüder Ehrenbert und Andreas beneidet, da sie sind etwas besser gebaut sind. An seiner hageren Gestallt kann jeder erkennen, dass afrikanische Lebensweise einen Mann wie F. Hans auch zeichnen und prägen kann.

Obwohl sein Besuch kurz war hat er wohl gefühlt und die Zeit mit den Brüdern genossen.

Wir wünschen F. Hans eine baldige Genesung

Uns einen erholsamen Urlaub, sodass er nach zwei Monaten gestärkt seine Aufgabe in Ramba/Kenia wieder aufnehmen kann.

Maristenbrüder

europafront

Die fünf Länder der Provinz Europa-Zentral-West:

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